Bargeldloses Bezahlen und trotzdem Bargeld?

Bei den gängigen bargeldlosen Zahlungsmethoden können die Vorteile des traditionellen Bargelds und einer elektronischen Zahlung nicht verbunden werden. Bitcoin vereint die Vorteile der beiden Zahlungsmethoden und fungiert somit als Bargeld des Internets.

Bitcoin verknüpft die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens mit denen des Bargelds.

Bargeldloses Bezahlen ist in unserer Gesellschaft auf dem Vormarsch und wird besonders von Banken und Kreditinstituten forciert und angetrieben. Auch die großen Tech-Unternehmen wie Apple, Amazon und Google beschäftigen sich schon seit Längerem mit dem Thema. In den USA sind Apple Pay, Google Pay sowie Amazon Pay bereits seit einiger Zeit Alltag. Nun planen die Tech-Giganten den weltweiten Rollout ihrer Dienste. Apple Pay und Google Pay sind in Deutschland schon verfügbar – in absehbarer Zeit wird dies auch in Österreich der Fall sein.

In der Regel sind bargeldlose Internetzahlungen „Pull“-Transaktionen: Das Gegenüber „holt“ aus dem Kundenkonto des Käufers (Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, SOFORT-Überweisung) den Betrag ab und hat somit über Intermediäre Zugriff auf das Konto. Normalerweise kann zum Kunden- bzw. Händlerschutz innerhalb eines gewissen Zeitfensters „Einspruch“ gegen die Transaktion erhoben und diese zurückgebucht werden. Der Nachteil dabei ist, dass ständig ein gewisses Risiko der Reversibilität besteht, Transaktionen also plötzlich und unerwartet zurückgenommen werden könnten, auch ohne ersichtlichen Grund.

Bitcoin-Zahlungen werden wie herkömmliche bargeldlose Zahlungen ebenfalls über das Internet abgewickelt und besitzen somit die gleichen Vorteile wie Kreditkarten, SEPA-Lastschriften und SOFORT-Überweisungen. Zusätzlich hat Bitcoin folgende inhärente Vorteile einer Bargeldzahlung: Um auf digitalem Weg eine Bitcoinzahlung durchzuführen, ist es nicht zwingend notwendig, sensible, persönliche Daten anzugeben. Das ist äquivalent zu einer Bargeldzahlung. Der genaue Betrag wird direkt vom Kunden selbst zum Händler übertragen. Sollten zusätzliche Daten bei der Zahlung verlangt werden, dann basiert dies auf einer freiwilligen Handlung (z. B. aus KYC-/AML-/Compliance-Gründen) und ist technisch für eine erfolgreiche Bitcoin-Transaktion nicht notwendig. Auch Privatpersonen können sich jederzeit Bitcoin senden und benötigen dazu keinen Intermediär.

Obwohl alle Transaktionen transparent auf der Bitcoin-Blockchain einsehbar sind, benötigt man kein Benutzerkonto. Es ist also nicht notwendigerweise eine Person an eine Bitcoin-Adresse geknüpft. Bitcoin hat dadurch sowohl Aspekte eines anonymen als auch Aspekte eines völlig transparenten Zahlungsmittels und stellt aufgrund seiner Eigenschaften praktisch das Äquivalent zu Bargeldzahlungen in der digitalen Welt dar.

Bitcoin verknüpft also die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens mit denen des Bargelds.