Die ersten Krypto-Banken starten in der Schweiz

Die beiden schweizerischen Krypto-Banken SEBA Bank und Sygnum ermöglichen es ihren Kunden, Kryptowährungen zu kaufen, zu lagern und damit zu auch bezahlen. Sie sind somit die ersten zertifizierten Banken in der Schweiz, einem der wichtigsten Länder in der Finanzwelt. 

In Österreich ist es derzeit noch Zukunftsmusik, in der Schweiz erhielten im August dieses Jahres die ersten zwei Banken die Erlaubnis der Schweizer Finanzaufsicht, Kryptowährungen für ihre Kunden an- und verkaufen sowie verwahren zu dürfen. Ein Meilenstein in der Akzeptanz von Kryptowährungen im institutionellen Bereich und somit auch für den Zugang zu Kryptowährungen für die breite Gesellschaft.

Die SEBA Bank mit Sitz in Zug wurde 2018 gegründet und versteht sich als Brücke zwischen der neuen Digital Economy und dem traditionellen Bankwesen. Für ihre Kunden bietet sie unter anderem den Handel mit fünf verschiedenen Kryptowährungen an: Bitcoin, Ether, Stellar, Litecoin und Ether Classic. Diese können Kunden dann über eine eigene Wallet-App und via Online-Banking verwalten und handeln. Außerdem bietet SEBA eine eigene SEBA Card an, mit der KundInnen normal bezahlen und Bargeld abheben können, während auf dem Konto selbst Kryptowährungen liegen. Darüber hinaus bietet SEBA auch weitere Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen oder Fremdwährungen an.

Außerdem möchte SEBA es ihren Kunden in weiterer Zukunft ermöglichen, FIAT-Währungen, Edelmetalle, Kunst, Immobilien und andere Güter in Form von Blockchain-Token abzubilden sowie Unternehmen dabei zu helfen, Security-Token auf den Markt zu bringen. Die Bank möchte damit laut eigener Aussage „den gesamten Lebenszyklus digitaler Assets abdecken“. Zusätzlich bietet SEBA eine hochsichere Verwahrung von Kryptowährungen an. 

Auch Sygnum bietet seinen Kunden unter anderem sichere Verwahrungslösungen für digitale Währungen sowie traditionelles Asset-Management und laut Homepage auch Kredite, welche mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether als Sicherheit hinterlegt werden, an. Ab Anfang 2020 möchte Sygnum außerdem damit beginnen, systematisch institutionelle Anleger an Bord zu holen.

Wie man sieht, verschmelzen traditionelle Finanzwelt und New Economy bzw. FinTechs auch in der Schweiz zusehends miteinander und es gibt bereits zwei Unternehmen, die die Auflagen der Schweizer Finanzaufsicht erfolgreich erfüllen können.