Bitcoin & Steuern im internationalen Vergleich

In diesem Beitrag sehen wir uns an, wie Bitcoin-Gewinne für Privatpersonen in unterschiedlichen Ländern besteuert werden.

Die steuerliche Behandlung von Bitcoin unterscheidet sich weltweit stark. Aktuell sorgt in den Niederlanden ein Vorschlag für Diskussionen, dem zufolge auch nicht realisierte Gewinne besteuert werden könnten. Das würde bedeuten: Du hältst Bitcoin langfristig und müsstest trotzdem jährlich Steuern auf den Wertzuwachs zahlen. Unabhängig davon gilt bereits heute: In einigen Ländern wird das langfristige Halten steuerlich begünstigt, in anderen wird jeder Verkauf besteuert und in wieder anderen spielt das Vermögen selbst eine Rolle.

Der folgende Überblick zeigt, wie verschiedene Länder Bitcoin steuerlich behandeln – vereinfacht und mit Fokus auf Privatpersonen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Stand der Informationen ist der 19. Februar 2026. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Die steuerliche Behandlung hängt von deiner persönlichen Situation ab. Für verbindliche Auskünfte wende dich bitte an einen Steuerberater. Coinfinity übernimmt keine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieses Beitrags.

Überblick Bitcoin-Steuern
*Individuelle Freibeträge, Freigrenzen oder persönliche Steuerparameter sind nicht berücksichtigt. Die Darstellung zeigt ausschließlich die grundsätzliche Besteuerung beim Verkauf, um die Länder vergleichbar zu machen.

Bitcoin-Steuern im internationalen Vergleich

Deutschland

Bitcoin gilt in Deutschland als privates Wirtschaftsgut. Gewinne aus dem Verkauf sind steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Erfolgt der Verkauf innerhalb eines Jahres, wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Voraussetzung ist, dass die gesetzliche Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte im jeweiligen Jahr überschritten wird. (Quellen: 1, 2)

Österreich

In Österreich wird bei Privatpersonen zwischen Altbestand und Neuvermögen unterschieden. Für nach dem 28. Februar 2021 angeschaffte Kryptowährungen gilt ein fixer Steuersatz von 27,5 Prozent auf Gewinne, unabhängig von der Haltedauer. 

Ältere Bestände (Anschaffung bis zum 28. Februar 2021) können nach Ablauf der früheren einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei sein. (Quelle: 3)

Schweiz

Für Privatpersonen sind Kursgewinne aus dem Verkauf von Bitcoin grundsätzlich steuerfrei. Bitcoin zählt jedoch zum steuerpflichtigen Vermögen und unterliegt der kantonalen Vermögenssteuer. Die konkrete Höhe ist abhängig vom jeweiligen Kanton. (Quelle: 4)

Niederlande

In den Niederlanden fällt Bitcoin in die sogenannte Box 3 („Sparen und Anlegen“). In diesem System wird nicht der tatsächlich erzielte Gewinn besteuert, sondern eine pauschal von Behörden ermittelte historische Durchschnittsrendite als fiktiver Ertrag auf das vorhandene Vermögen zum Stichtag 1. Januar eines Jahres. Dieser fiktive Ertrag wird anschließend mit dem geltenden Steuersatz belastet (2026: 36 Prozent). Es handelt sich also nicht um eine klassische Kapitalertragsteuer beim Verkauf, sondern um eine Form der Vermögensbesteuerung. (Quellen: 5, 6)

Frankreich

Private Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen werden in Frankreich grundsätzlich mit der sogenannten Flat Tax (Prélèvement Forfaitaire Unique) besteuert. Diese beträgt insgesamt 30 Prozent, wobei sich der Betrag aus 12,8 Prozent Einkommensteuer und 17,2 Prozent Sozialabgaben zusammensetzt. Unter bestimmten Grenzen können kleinere Beträge von der Besteuerung ausgenommen sein. (Quellen: 7, 8)

Vereinigtes Königreich

Im Vereinigten Königreich werden Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin als „Capital Gains” behandelt. Eine Besteuerung erfolgt, sobald der jährliche Freibetrag von £3.000 (für das Steuerjahr 2025/26) überschritten wird. Je nach persönlicher Einkommenssituation gelten Steuersätze von 18 oder 24 Prozent. (Quelle: 9)

Italien

In Italien werden Gewinne aus Kryptowährungen für Privatpersonen als Kapitalgewinne behandelt. Der geltende Steuersatz beträgt 33 Prozent. Eine frühere steuerfreie Mindestgrenze existiert nicht mehr. (Quelle 10)

Tschechien

In Tschechien kann der Verkauf von Bitcoin nach einer Haltedauer von mehr als drei Jahren steuerfrei sein. Erfolgt der Verkauf innerhalb dieser Frist, unterliegt der Gewinn der regulären Einkommensteuer. (Quelle: 11)

Polen

In Polen werden Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen mit einem festen Steuersatz von 19 Prozent besteuert. (Quelle: 12)

Spanien

In Spanien zählen Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin zu den Kapitalerträgen („base del ahorro“) und werden progressiv besteuert. Die Steuersätze liegen derzeit zwischen 19 und 30 Prozent, abhängig von der Höhe des Gewinns. (Quelle: 13)

Portugal

In Portugal kann der Verkauf von Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mindestens 365 Tagen steuerfrei sein. Erfolgt der Verkauf innerhalb dieses Zeitraums, wird der Gewinn in der Regel mit 28 Prozent besteuert. (Quelle: 14)

USA

In den USA wird Bitcoin steuerlich als „Property“ eingestuft. Jeder Verkauf oder Tausch kann ein steuerpflichtiges Ereignis darstellen. Wird Bitcoin innerhalb eines Jahres verkauft, unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz (derzeit 10 bis 37 Prozent auf Bundesebene). Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr gelten reduzierte Sätze von 0, 15 oder 20 Prozent, die vom steuerpflichtigen Einkommen abhängen. (Quelle: 15)

Vereinigte Arabische Emirate (UAE)

Für Privatpersonen sind Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin steuerfrei. Es fällt keine persönliche Einkommensteuer an. Auch der Tausch oder die Nutzung von Bitcoin löst bei Privatpersonen keine Steuer aus. (Quelle: 16)

Singapur

Für Privatpersonen sind Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin steuerfrei. (Quelle: 17)

El Salvador

In El Salvador ist Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel. Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen unterliegen keiner Kapitalertragsteuer. (Quelle: 18)

Fazit

Für Bitcoiner macht es einen wichtigen Unterschied, in welchem Land sie steuerlich ansässig sind. Während manche Staaten langfristiges Halten vollständig steuerfrei stellen, wird es anderswo unabhängig von der Haltedauer besteuert oder sogar jährlich über das Vermögen erfasst.

Damit wird die Steuerpolitik zu einem direkten Faktor für die effektive Bitcoin-Rendite. Zwischen 0 % und über 30 % liegt nicht nur ein Unterschied im Steuersatz, sondern im gesamten Umgang eines Staates mit langfristigem Sparen in Bitcoin.

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