Allerheiligen und was das mit einer sicheren, aber dennoch zugänglichen Verwahrung von Kryptowährungen zu tun hat

Jedes Jahr erinnert uns der 1. November an Verstorbene und wird generell dafür genutzt, sich mit dem Vergänglichen und „der Zeit danach“ zu beschäftigen. Der Zusammenhang mit der Krypto-Szene mag auf den ersten Blick nicht auf der Hand liegen. Beschäftigt man sich jedoch mit dem Fall des kanadischen CEOs einer Kryptobörse, welcher unerwartet verstorben ist und die Zugänge zu den Börsen-Wallets mit ins Grab genommen hat, kommt die Frage nach einer sicheren, aber dennoch für die Hinterbliebenen zugänglich gestalteten Verwahrung von Kryptowährungen auf.  

Speziell in der Kryptowelt ist es wichtig, seine Assets sicher und zugänglich zu verwahren, wie das Beispiel der kanadischen Kryptobörse Quadriga deutlich zeigt. Der Fall machte international Schlagzeilen: Der Chef der größten kanadischen Kryptobörse Quadriga CX, Gerald Cotton, hatte die Wallets seiner Kunden auf eine sehr sichere Art und Weise geschützt – nur er kannte die Zugangsschlüssel. Das einzige Problem: Cotton ist verstorben, weshalb 115.000 Kunden nun nicht mehr an ihre Kryptowährungen kommen.

Probleme treten aber auch bei Börsen auf, die zwar eine leicht zugängliche, aber keine sichere Möglichkeit für die Verwahrung von Kryptowährungen bieten. In der Vergangenheit wurden solche Börsen schon öfter Opfer von Hackerangriffen, wie z. B. der im Jahr 2014 öffentlich bekannt gewordene Hack der damals größten Börse Mt. Gox, die aufgrund eklatanter Sicherheitslücken bereits ab Oktober 2011 von Hackern erfolgreich angegriffen wurde. Auch der lizenzierten japanischen Krypto-Exchange Zaif widerfuhr ein ähnliches Schicksal: Im September 2018 wurden Bitcoin, Bitcoin Cash und MonaCoin im Wert von umgerechnet 60 Millionen USD von den Hot Wallets der Exchange entwendet. Bei zentralisierten Börsen existiert das Problem, dass sie aufgrund ihrer zentralen Struktur einen Single Point of Failure besitzen und somit auch immer wieder Ziel von Hacker-Attacken werden.  

Nach einer Schätzung von Chainanalysis ist bereits heute circa ein Fünftel aller Bitcoins für immer verloren, weil niemand mehr auf sie zugreifen kann. Dies unterstreicht einmal mehr, dass eine sichere Verwahrung von Kryptowährungen zwar äußerst wichtig ist, gleichzeitig jedoch nie die Möglichkeit eines „Notfall-Zugangs“ außer Acht gelassen werden sollte. Um eine einfache und sichere Lagerung von Bitcoin und Ethereum zu ermöglichen, entwickelte Coinfinity gemeinsam mit der privatgeführten Österreichischen Staatsdruckerei die Card Wallet. Die Karte kann sicher in einem Safe oder einem Schließfach verwahrt werden und gleichzeitig im Sterbefall problemlos weitergegeben werden. Sie verhindert auch, dass unklare Walletstrukturen für die Hinterlassenen zu Problemen führen.