Bitcoin aus Sicht eines Aktionärs: Interview mit MooreDividends

In diesem Interview spricht MooreDividends darüber, wie Bitcoin seine Sicht auf Geld verändert hat und warum er trotz Überzeugung bewusst nicht auf eine Bitcoin-Only-Strategie setzt. Es geht um Risiko, Diversifikation und die Frage, welche Rolle Bitcoin im Portfolio klassischer Privatanleger spielen kann.

MooreDividends im Portrait

MooreDividends im Portrait

Ich bin MooreDividends, 28 Jahre alt, habe 2022 mein Studium in Immobilienwirtschaft- und Management abgeschlossen und befinde mich aktuell in einem Angestelltenverhältnis in der Immobilienbranche. Vor meinem Studium habe ich eine Berufsausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen.

Im Dezember 2024 entschied ich mich dazu, meine Leidenschaft für Börse und Finanzen auszuleben und habe meinen X-Account @MooreDividends gestartet. Seitdem nutze ich die Plattform Woche für Woche als Sprachrohr für meine Meinung zu verschiedenen Themen, informiere meine Follower über aktuelle News und schätze den oftmals guten Austausch mit anderen.

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Fragen & Antworten

1. Was war der Moment, in dem dir klar wurde, dass Sparen auf dem Konto keine Option mehr ist und Investieren notwendig wird?

Diesen Moment werde ich nie vergessen. Es war im Januar 2019. Ich war 21 Jahre alt, hatte meine Berufsausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen und saß in der Spätschicht auf meinem Gabelstapler. Ich hatte nichts zu tun und schaute aus dem Rolltor in den grauen Himmel. “Das wars jetzt? So sehen die nächsten 45 Jahre meines Lebens aus?”

In diesem Moment wusste ich, dass ich etwas ändern musste. Nicht nur mein berufliches Umfeld musste sich ändern. Auch und vor allem meine Finanzen mussten sich ändern. Ich hatte kaum Ersparnisse und von nichts eine Ahnung. Am nächsten Tag änderte sich alles.

2. Wann hast du zum ersten Mal von Bitcoin gehört und was war damals dein erster Gedanke dazu?

Das erste Mal habe ich von Bitcoin gehört, als ich im Studium war. Einer meiner Kommilitonen, heute einer meiner besten Freunde, erzählte mir Ende 2019, dass er in Bitcoin investiert ist. Er fragte mich, ob ich ebenfalls investiert bin. Als ich ihm sagte, dass ich noch nie von Bitcoin gehört habe und gar nicht verstehe, was er von mir will, entgegnete ich (zurecht) einem geschockten Blick. 

Er versuchte es mir zu erklären und meine ersten Gedanken waren nur: “Das ist ja total riskant. Warum sollte ich mein Geld so einer Volatilität aussetzen? Ich verstehe das nicht!”

Leider hat es noch viele Jahre gedauert bis ich mich endlich an das Thema getraut habe.

3. Kannst du Bitcoin in deinen eigenen Worten erklären, so wie du es einem Freund beschreiben würdest?

Bitcoin ist die revolutionäre, digitale Absicherung gegen Geldmengenausweitung und Kaufkraftverlust.

4. Was hat sich durch Bitcoin an deiner Sicht auf Geld oder das Finanzsystem verändert?

Erst durch Bitcoin habe ich das reale Ausmaß der Geldmengenausweitung und den Verlust meiner Kaufkraft besser verstanden. Verändert hat sich aber vor allem meine Denkweise gegenüber möglicher Notfall Situationen. Mit einer Hardware-Wallet kann ich mein gesamtes Vermögen in meiner Hosentasche bei mir haben. Grenzen überqueren, unabhängig bleiben. Wenn ich meine Immobilien oder Konten liquidieren möchte, dauert es Monate und ich bin von unzähligen Dritten abhängig. Das hat sich schon sehr in meinen Kopf gesetzt.

5. Was glaubst du: Warum tun sich viele deutschsprachige Privatanleger so schwer mit Bitcoin, obwohl sie Aktien lieben?

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich kurz auf die Aussage "Deutschsprachige Privatanleger lieben Aktien” eingehen. Prinzipiell stimme ich zu. Wir deutsche lieben unsere Aktien. Wenn man jedoch einen Blick auf die Zahlen wirft, besaßen 2025 rd. 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktienfonds, ETFs oder Aktien. Das ist ein großes Plus zum Vorjahr 2024. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist das prozentual aber immer noch eine geringe Quote. Seit Jahren wächst die Zahl der Aktionäre konstant, insbesondere die jüngere Generation investiert. Eine Aktienkultur haben wir in diesem Land aber nicht. Wenn die nächste große Korrektur kommt, verlieren wir wieder viele Anleger. Mich würde die Anzahl der Bitcoiner in Deutschland interessieren, da werden wir uns wahrscheinlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich befinden.

Deutsche lieben Sicherheit. Neues wird meiner Erfahrung nach oft aus Prinzip abgelehnt. Riesterrente, Lebensversicherung, gesetzliche Rente, Deka-Fonds, das sind eher die Produkte, auf die sie sich verlassen. Bitcoin wird in den Medien sehr negativ und verständnislos präsentiert. Es fehlt die Motivation, sich einzulesen und auf etwas Neues einzulassen. Bei mir war es genauso. Getreu dem Motto von Warren Buffett: "Investiere nur in Dinge, die du verstehst”. Selbst wenn man an der Oberfläche kratzt, wirkt Bitcoin überwältigend. Hinzu kommt für viele, dass sie Bitcoin kein weiteres Wachstum zutrauen. Der Kurs hat bereits die 100.000 $ Marke geknackt. Zitate die ich im echten Leben gehört habe:

  • “Lohnt sich nicht mehr.” 
  • “Weiter geht's nicht.”
  • “Ich bin zu spät.”
  • “Schneeballsystem”

6. Du bist kein Bitcoin-Only-Investor. Warum ist dir Diversifikation wichtig?

Ich sprach zuvor davon, dass deutsche Sicherheit lieben. Mit diesem Motto bin ich durch meine Eltern ebenfalls aufgewachsen. Meine Eltern hatten nie Aktien, vermietete Immobilien oder sonstige Vermögenswerte, wie ich sie heute besitze. Das Geld landete immer auf dem Sparkonto und wurde zur Abzahlung des Reihenhauses verwendet. Meine Mutter war eine verbeamtete Lehrerin und hat eine Rente, auf die sie sich tatsächlich verlassen kann. Das führte unter anderem dazu, dass sie sich nie mit Investitionen beschäftigt hat. 

Diversifikation ist mir wichtig, da ich mein Risiko möglichst gering halten möchte. Ich bin nicht verbeamtet und werde es auch nie sein. Also benötige ich einen guten Schlaf und den kriege ich aktuell nur, wenn ich mich mit meinen Investments wohl fühle. Die Allokation meines gesamten Kapitals in einem Vermögenswert halte ich für zu riskant. Egal welcher Vermögenswert es ist.

7. Welchen Mindest- und Maximalanteil an Bitcoin-Allokation hältst du persönlich für sinnvoll – und warum?

Das ist abhängig von den persönlichen Gegebenheiten. Ich persönlich finde einen Mindestanteil, gemessen am Gesamtvermögen, von 3-5 % für alle Anleger sinnvoll. Ich selber mache es so, dass ich Bitcoin nicht prozentual in meinem Portfolio betrachte, sondern meinen Sparplan einfach ununterbrochen laufen lasse. 

Wer heutzutage immer noch Bitcoin ignoriert und sich nicht mit der Thematik auseinandersetzt, verpasst die Revolutionierung des Geldsystems. Auch risikoarme Anleger, da zähle ich mich immer noch zu, sollten Bitcoin im Portfolio haben. 

8. Wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit in Prozent ein, dass du irgendwann deine Dividendenstrategie vollständig aufgibst und ausschließlich Bitcoin hältst?

Da gibt es für mich nur eine Antwort: 0 %. 

Meine Hauptstrategie wird immer die Dividende bleiben. Ich möchte jetzt und auch später regelmäßige Einnahmen generieren, um davon zu Leben. Das ist mein großer Traum. Aktuell kaufe ich ab und zu mit Dividenden auch Bitcoin. Das eine schließt für mich das andere nicht aus. 

9. Du sprichst oft vom Gefühl, im 9-to-5 gefangen zu sein. Was bedeutet für dich persönlich finanzielle Freiheit?

Arbeitnehmer zu sein und einem klassischen 9-5 nachzugehen ist nicht schlimm. Es hat viele Vorteile. Vor allem habe ich eine Branche gefunden, in der ich gut bin und Spaß habe. Allerdings mag ich das Gefühl nicht, dass ich meine wertvolle Lebenszeit überwiegend nicht selbst bestimmen kann, deswegen das Wort “gefangen”. Langfristig wünsche ich mir, dass ich etwas finde, mit dem ich mich selbstständig machen kann. 

Finanzielle Freiheit bedeutet für mich, dass ich jeden Tag entscheiden kann, was ich machen möchte. An keinen Beruf gebunden zu sein. Sich Sorgen machen zu müssen, dass eine Rechnung im Briefkasten ist, die bezahlt werden muss. Jeden Tag gutes Essen auf dem Tisch. So viel Zeit mit meiner Freundin wie möglich.

10. Wo siehst du dich und dein Portfolio in 10 Jahren – mehr Dividenden, mehr Bitcoin oder etwas ganz anderes?

In 10 Jahren bin ich 38 Jahre alt. Da sehe ich mich mit mehr Dividenden. Allerdings auch mit einer deutlich höheren Bitcoin-Quote als jetzt. Selbst wenn ich in der Zukunft meine Bitcoin Zielgröße erreicht habe, wird die Reise definitiv noch nicht vorbei sein. Da bin ich mir sicher. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich ununterbrochen weiter investieren werde. 

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