Wie viele Bitcoin gibt es?

Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Wie viele bereits existieren, wann der letzte entstehen wird und wie viele schon verloren sind, erklären wir einfach verständlich in diesem Beitrag.

Es wird nie mehr als etwa 21 Millionen Bitcoin geben. Anfang Oktober 2026 existierten rund 20,09 Millionen, also knapp 96 Prozent der Gesamtmenge. Die restlichen gut 900.000 Bitcoin kommen nach einem festen Plan bis etwa zum Jahr 2140 hinzu. Dieser Beitrag erklärt, woher die Grenze kommt, wie viele Bitcoin vermutlich für immer verloren sind und warum niemand die Menge einfach erhöhen kann.

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Auf einen Blick

  • Die Gesamtmenge von Bitcoin ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese Grenze ist in den Regeln des Netzwerks festgelegt.
  • Rund 20,09 Millionen Bitcoin sind bereits geschürft (Stand Oktober 2026). Jeden Tag kommen etwa 450 neue hinzu.
  • Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Menge neuer Bitcoin. Der letzte Bitcoin entsteht voraussichtlich um 2140.
  • Schätzungsweise 3 bis 4 Millionen Bitcoin gelten als dauerhaft verloren.
  • Eine Stelle, die die Menge erhöhen könnte, gibt es nicht. Bitcoin ist damit das einzige Geld mit glaubwürdig fester Gesamtmenge.

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Wie viele Bitcoin gibt es aktuell?

Ende Oktober 2026 waren rund 20,09 Millionen Bitcoin im Umlauf. Die Marke von 20 Millionen wurde im März 2026 überschritten, gut 17 Jahre nach dem Start des Netzwerks am 3. Januar 2009.

Neue Bitcoin entstehen beim Mining. Miner stellen Rechenleistung bereit, um Transaktionen zu bestätigen und das Netzwerk abzusichern. Wer einen neuen Block findet, erhält dafür eine Belohnung in neu geschaffenen Bitcoin. Etwa alle zehn Minuten entsteht ein Block. Derzeit beträgt die Belohnung 3,125 Bitcoin pro Block, das sind rund 450 neue Bitcoin pro Tag.

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Warum gibt es maximal 21 Millionen Bitcoin?

Die Grenze ergibt sich aus einer einfachen Regel. Am Anfang gab es für jeden Block 50 Bitcoin. Alle 210.000 Blöcke, also etwa alle vier Jahre, halbiert sich diese Belohnung. Dieses Ereignis heißt Halving.

Bitcoin Halvings Übersicht

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Weil sich die Belohnung immer wieder halbiert, nähert sich die Gesamtmenge einem festen Wert an: 210.000 Blöcke mal 50 Bitcoin ergeben 10,5 Millionen, die nächste Periode die Hälfte davon, dann wieder die Hälfte und so weiter. In Summe sind das 21 Millionen.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Die tatsächliche Obergrenze liegt minimal darunter, bei rund 20.999.999,98 Bitcoin. Die Blockbelohnung wird irgendwann kleiner als die kleinste darstellbare Einheit und fällt dann auf null. Für alle praktischen Zwecke bleibt es bei 21 Millionen.

Mehr zum Halving erklärt der Blink „Was ist das Halving?“.

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Wann wird der letzte Bitcoin geschürft?

Der letzte Bitcoin entsteht voraussichtlich um das Jahr 2140. Das klingt weit entfernt, täuscht aber: Der allergrößte Teil ist schon viel früher im Umlauf. Nach dem Halving 2028 werden es gut 20,3 Millionen sein, ab etwa 2036 über 99 Prozent der Gesamtmenge. In den folgenden hundert Jahren kommen nur noch kleinste Mengen hinzu.

Danach entstehen keine neuen Bitcoin mehr. Miner werden dann ausschließlich über die Gebühren bezahlt, die bei Transaktionen anfallen.

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Wie viele Bitcoin sind verloren?

Schätzungen gehen davon aus, dass rund 3 bis 4 Millionen Bitcoin dauerhaft verloren sind. Gemeint sind Bitcoin, deren Zugangsdaten niemand mehr hat: vergessene Wallets aus den Anfangsjahren, weggeworfene Festplatten, verlorene Seed-Phrasen. Die Zahlen beruhen auf Blockchain-Analysen von Bitcoin-Beständen, die seit vielen Jahren nicht bewegt wurden, und schwanken je nach Methode.

Hinzu kommen die rund 1,1 Millionen Bitcoin, die dem anonymen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zugerechnet werden. Sie wurden seit 2010 nie bewegt. Ob sie verloren sind oder nur ruhen, weiß niemand.

Die tatsächlich verfügbare Menge ist also deutlich kleiner als 21 Millionen. Satoshi Nakamoto sah darin kein Problem. Im Juni 2010 schrieb er im Bitcointalk-Forum: „Lost coins only make everyone else's coins worth slightly more. Think of it as a donation to everyone.“ Verlorene Bitcoin machen also alle übrigen etwas knapper. Ökonomisch ist das eine stille Form der Geldmengenschrumpfung: Die Gesamtmenge bleibt auf dem Papier gleich, die nutzbare Menge sinkt mit jedem verlorenen Schlüssel. Bei staatlichem Geld passiert in der Regel das Gegenteil, dort wächst die Menge laufend.

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Kann jemand die 21 Millionen ändern?

Technisch ist die Grenze eine Regel im Programmcode. Durchsetzen könnte eine Änderung aber niemand allein. Jeder Computer im Netzwerk, eine sogenannte Node, prüft selbstständig, ob neue Blöcke die geltenden Regeln einhalten. Ein Block mit zu vielen neuen Bitcoin würde von diesen Nodes einfach abgelehnt.

Eine Änderung bräuchte deshalb die Zustimmung eines Großteils aller Beteiligten. Dazu fehlt jeder Anreiz: Mehr Bitcoin würden den Anteil aller verwässern, die bereits Bitcoin halten. Und genau diese Menschen müssten der Änderung zustimmen.

Wie schwer sich die Regeln von Bitcoin ändern lassen, zeigte der sogenannte Blocksize War zwischen 2015 und 2017. Damals ging es um die Frage, wie viele Transaktionen in einen Block passen sollen. Große Mining-Unternehmen und viele bekannte Firmen wollten die Blockgröße erhöhen und einigten sich 2017 auf einen gemeinsamen Plan. Trotzdem setzte sich am Ende die breite Basis durch, die mit eigenen Nodes die Regeln prüft: Der Plan wurde im November 2017 abgesagt. Wer bei größeren Blöcken bleiben wollte, spaltete sich mit Bitcoin Cash ab, einer eigenen Kryptowährung, die heute nur noch einen Bruchteil des Werts von Bitcoin hat. Die Geschichte dahinter erzählt unser Beitrag „Der Blocksize War“.

Wenn sich schon eine technische Frage wie die Blockgröße nicht durchsetzen ließ, obwohl große Unternehmen und ein Großteil der Mining-Branche dahinterstanden, gilt das für die 21 Millionen erst recht. Auch jüngere Versuche, Regeln unter Druck zu ändern, scheiterten, zuletzt BIP 110 im August 2026.

Wie die Rollen im Netzwerk verteilt sind, erklärt der Beitrag „Das Bitcoin-Netzwerk: Wer hat das Sagen?“.

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Was macht diese Begrenzung besonders?

Bitcoin ist das einzige Geld, dessen Gesamtmenge im Voraus feststeht und sich glaubwürdig nicht ändern lässt. Wie viel Gold es noch gibt, weiß niemand genau, und steigt der Preis, wird mehr gefördert. Bei Euro und Dollar entscheiden Zentralbanken und Geschäftsbanken laufend über die Geldmenge. Viele andere Kryptowährungen nennen zwar ebenfalls Obergrenzen, doch dort kann meist eine kleine Gruppe die Regeln anpassen. Eine Grenze, die jemand ändern kann, ist nur ein Versprechen.

Der Unterschied zeigt sich in Zahlen: Seit 2018 ist die Euro-Geldmenge im Schnitt um rund 4,9 Prozent pro Jahr gewachsen, die Goldmenge um rund 2,4 Prozent, die Bitcoin-Menge um rund 0,8 Prozent. Und während die Euro-Geldmenge weiter wächst, sinkt der jährliche Zuwachs bei Bitcoin mit jedem Halving weiter Richtung null.

Geldmengenwachstum seit 2018

Diese Knappheit ist auch der Grund, warum sich Bitcoin in sehr kleine Einheiten teilen lässt. Ein Bitcoin besteht aus 100 Millionen Satoshis. Würde man alle 21 Millionen Bitcoin gleichmäßig auf acht Milliarden Menschen verteilen, kämen auf jeden Menschen rund 262.000 Satoshis, also etwa 0,0026 Bitcoin.

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Häufige Fragen

Warum ausgerechnet 21 Millionen?‍

Rechnerisch ergibt sich die Zahl aus zwei Festlegungen: 50 Bitcoin als Startbelohnung und eine Halbierung alle 210.000 Blöcke. Warum Satoshi Nakamoto genau diese Werte gewählt hat, ist nur teilweise bekannt. In einer E-Mail an den Entwickler Mike Hearn schrieb Satoshi im April 2009: „I wanted to pick something that would make prices similar to existing currencies, but without knowing the future, that's very hard. I ended up picking something in the middle.“ Die Preise sollten also in einer Größenordnung liegen, die sich mit bestehenden Währungen vergleichen lässt.

Im Netz kursiert außerdem eine Theorie: Die weltweite Geldmenge M1, also Bargeld und Sichteinlagen, soll um 2009 bei rund 21 Billionen US-Dollar gelegen haben. Würde Bitcoin diese Geldmenge vollständig ersetzen, entspräche ein Satoshi genau einem Cent. Die Größenordnung ist nicht abwegig, verlässlich belegt ist die Zahl aber nicht, und Satoshi hat diesen Zusammenhang nie erwähnt. Seine eigene Aussage spricht eher für einen bewussten Mittelweg als für eine exakte Rechnung. Die Theorie ist deshalb ein hübsches Gedankenspiel, keine gesicherte Erklärung.

Entscheidend ist am Ende weniger die genaue Zahl als die Tatsache, dass sie feststeht und sich nicht ändern lässt.

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Wie viele Satoshis gibt es insgesamt?‍

Da ein Bitcoin aus 100 Millionen Satoshis besteht, wird es insgesamt knapp 2,1 Billiarden Satoshis geben.
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Kann man Bitcoin nachdrucken wie Geld?‍

Nein. Neue Bitcoin entstehen ausschließlich nach dem festen Ausgabeplan beim Mining. Eine Stelle, die zusätzliche Bitcoin herausgeben könnte, gibt es nicht.
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Sind verlorene Bitcoin für immer weg?‍

Ja, sofern niemand mehr die Zugangsdaten hat. Ohne privaten Schlüssel lassen sich Bitcoin nicht bewegen, auch nicht durch Coinfinity oder eine andere Stelle. Deshalb ist eine sichere Aufbewahrung der Wiederherstellungsphrase so wichtig.
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Was passiert, wenn alle Bitcoin geschürft sind?‍

Ab etwa 2140 entstehen keine neuen Bitcoin mehr. Das Netzwerk läuft weiter, Miner werden dann nur noch über Transaktionsgebühren bezahlt.

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Fazit

Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben, und knapp 96 Prozent davon existieren bereits. Rechnet man die verlorenen Bitcoin ab, ist die tatsächlich verfügbare Menge noch deutlich kleiner. Das Besondere ist dabei weniger die Zahl selbst als die Gewissheit: Die Menge steht fest, sie ist für alle nachprüfbar, und niemand kann sie im Alleingang ändern.

Wer Bitcoin kaufen möchte, muss übrigens keinen ganzen nehmen. Bei Coinfinity lässt sich schon mit kleinen Beträgen einsteigen, auch per Sparplan, mit direkter Lieferung in die eigene Wallet.

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Quellen

  • Umlaufmenge und tägliche Ausgabe: Coin Metrics Community API (SplyCur, IssTotNtv), Stand 07.10.2026
  • Halving-Termine und Ausgabeplan: Bitcoin Core, Konsensregeln (Blockbelohnung 50 BTC, Halbierung alle 210.000 Blöcke)
  • Verlorene Bitcoin: Schätzungen von Chainalysis, River, Ledger und Unchained (2017–2026), zusammengefasst bei BitGo
  • Blocksize War: Coinfinity-Blog; Absage von SegWit2x am 08.11.2017, Abspaltung Bitcoin Cash am 01.08.2017
  • Satoshi-E-Mail an Mike Hearn, April 2009 (veröffentlicht von Mike Hearn, plan99.net/~mike/satoshi-emails/)
  • M1-Theorie: verbreitete, unbestätigte Erklärung (u. a. Decrypt, „Why is Bitcoin’s supply limit set to 21 million?“)
  • Satoshi-Zitat: Bitcointalk, Thread „Dying bitcoins“, 21.06.2010 (Archiv: satoshi.nakamotoinstitute.org)
  • Geldmengenwachstum: Coinfinity-Chart „Geldmengenwachstum seit 2018: Euro, Gold und Bitcoin“ (Quellen u. a. EZB)

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Verantwortlich für den Inhalt: Coinfinity GmbH

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