Die vier häufigsten Betrugsfälle und wie Sie sich davor schützen können

Die Welt ist böse. Die Kryptowelt ist teuflisch. Die folgenden Betrugsfälle begegnen uns und unseren Kunden immer wieder. Seien Sie auf der Hut und vertrauen Sie nur denen, die Sie kennen. Sollten Sie bereits Opfer eines Betrugsfalle geworden sein, kontaktieren Sie die Polizei.

Der Teufel liegt im Detail – so auch bei Betrugsfällen im Kontext von Kryptowährungen. Die Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter, folgen aber meistens der gleichen Logik. Wie Sie Betrüger erkennen und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie in unserem Blogeintrag. Grundsätzlich gilt: Geben Sie niemals Informationen weiter, die den Zugriff auf Ihre erworbenen Bitcoins ermöglichen, und gehen Sie sehr vorsichtig mit verführerischen Angeboten um. Diese halten meistens nicht, was sie versprechen.  

Anruf in Verkaufsstellen von Wertgutscheinen/Bitcoinbon (vor allem bei Tankstellen und Trafiken)

Bei dieser Betrugsmasche geben sich Betrüger telefonisch als Mitarbeiter der Firma aus, welche die Wertkarte herstellt (zum Beispiel Paysafecard oder Bitcoinbon), und versuchen, die Mitarbeiter in Tankstellen und Trafiken dazu zu bewegen, diese Wertgutscheine auszudrucken und die Ladecodes telefonisch durchzugeben. WICHTIG: Wie auf dem Hinweis auf den Wertgutscheinen ersichtlich, würden wir niemals die Durchgabe von Ladecodes verlangen. Auch wenn die Betrüger oft sehr überzeugend und einschüchternd auftreten – trotzdem die Auskunft verweigern!

Anruf von Privatpersonen (vor allem bei Senioren):

Hier geben sich Betrüger häufig als Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei, Bankenvertreter, Lotterieangestellte etc. aus. Allen Szenarien ist gemein, dass die potenziellen Opfer aus irgendeinem Grund (zum Beispiel zur Bezahlung einer Strafe oder als Bearbeitungsgebühr für eine fiktive Überweisung) Bitcoinbons kaufen und die Ladecodes telefonisch an die Betrüger durchgeben sollen. Auch Anrufe, bei denen die telefonische Durchgabe von Wertgutschein-Codes gefordert wird, können kategorisch ignoriert werden. Eine Meldung bei der Polizei ist empfehlenswert.

E-Mail an Unternehmen/Privatpersonen

Hierbei behauptet der Betrüger, Kontrolle über persönliche Daten oder den gesamten Rechner des potenziellen Opfers erlangt zu haben, und fordert für die Freigabe des Rechners eine Lösegeldzahlung in Bitcoin an eine von den Betrügern bestimmte Bitcoin-Adresse. Sollten Sie ein derartiges E-Mail erhalten, reagieren Sie bitte keinesfalls darauf und öffnen Sie auf keinen Fall etwaige Dateien, Anhänge und Links in diesen E-Mails.

Ein immer häufiger vorkommendes Phänomen ist auch das des Sexting oder Sextortion. Die Kontaktaufnahme eines Fremden ist anfangs völlig ungefährlich und auch mit keinen Forderungen verbunden. Im Laufe der Zeit werden immer mehr private Details ausgetauscht, die dann später erpresserisch gegen die Kontaktierten eingesetzt werden. Die Opfer leiden nicht nur unter der Erpressung, sondern auch an den psychologischen Folgen der Erpressung.

„Scams“ bzw. Schneeballsysteme

Ein berühmtes Beispiel dafür ist OneCoin (hier ein Artikel zur Causa). In der Regel werden bei dieser Betrugsmasche Provisionen versprochen, wenn man Neukunden anwirbt. Dabei handelt es sich um private Coins, die vermeintlich fixe Renditen liefern, oder erfundene Trading-Roboter, die angeblich garantierte und unrealistisch hohe Renditen versprechen. Im Prinzip basieren diese Systeme darauf, dass die Auszahlungen nur durch die getätigten Einzahlungen finanziert werden und keine echte Wertschöpfung stattfindet. Sollten zu viele Kunden gleichzeitig Auszahlungen vornehmen wollen, bricht das System (wie bei einem klassischen Schneeballsystem) zusammen.

Auch bei solchen Angeboten, vor allem wenn diese sehr fixiert auf das Anwerben von Neukunden sind oder garantierte Renditen versprechen, sollte man immer hellhörig werden und grundsätzlich die Finger davon lassen.