EU-Parlament verabschiedet strengere Regulierung von Online-Handel mit Kryptowährungen

Betreiber von Online-Handelsplattformen müssen zukünftig zugelassen und eingetragen werden. Ferner soll auch die Identität von Kunden im Rahmen der „üblichen Sorgfaltspflicht“ von Banken und Finanzhäusern gespeichert werden.

Das Europäische Parlament in Straßburg hat die fünfte Reform der Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verabschiedet und damit entscheidende Regulierungen auf den Weg gebracht. In Zukunft sollen Betreiber von Handelsplattformen die Identität der Kunden und ihrer Wallet-Adressen in einer zentralen Datenbank speichern. Ziel des EU-Parlaments ist es, die Anonymität von Kryptowährungen aufzuheben und das „Missbrauchspotenzial für kriminelle Zwecke“ einzuschränken, welches nach Meinung der EU mit dem Einsatz von Kryptowährungen verbunden ist.

In Zukunft müssen Online-Handelsplattformen alle Transaktionsbelege bis zu zehn Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung aufbewahren. Lars Sobiray von BTC-Echo merkt an, dass „die neue Richtlinie eher vage bleibt, wenn es darum geht, welche Straftaten von der EU-Analyse-Behörde Financial Intelligence Unit gespeichert werden dürfen“. Tendenziell fokussiert sich der Regulierungsansatz auf das Thema Anonymität im Allgemeinen und möchte diese bekämpfen. Anonyme Transaktionen über Prepaid-Karten sollen beispielsweise in Zukunft nur noch bis zu einem Betrag von 150 € möglich sein.

Max Tertinegg, Geschäftsführer von Coinfinity, hat bereits mehrfach betont, dass er Regulierung begrüßt, diese aber nicht einem Generalverdacht gleichkommen darf.

Die EU-Länder haben nach Inkrafttreten der neuen Richtlinie 18 Monate Zeit, um die neuen Vorschriften in nationales Recht umzusetzen. Für manche Bestimmungen gelten hingegen längere Übergangsfristen.

Zum Regulierungs-Entwurf:

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=REPORT&reference=A8-2017-0056&language=DE#title1

„Angst wäre das falsche Wort. Aber Banker können rechnen …“

Unser neuer Compliance Manager im Interview über Kryptowährungen, Banken und seine Rolle bei Coinfinity.

Matthias Reder war fast zwanzig Jahre als Leiter „Vertriebssteuerung und Marketing“ in der KREMSER BANK und Sparkassen AG sowie als Leiter „Vertriebssteuerung und Beschwerdemanagement“ bei der Raiffeisenlandesbank Burgenland tätig und unterstützt seit März 2018 das Team von Coinfinity. Er selbst bezeichnet seinen Wechsel als technologischen Meilenstein – von Valutatag zur Valutasekunde.

Gleich vorweg: Du bist von einer Bank zu einem Bitcoin-Broker gewechselt. Welche Motivation steckt hinter einer solchen Entscheidung? Bzw. wie bist du zu diesem Schritt gekommen?

Nachdem ich mich mit der Blockchain-Technologie und den Möglichkeiten der Anwendung, unter anderem dem Bitcoin, wirklich intensiv beschäftigt hatte, bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass diese Technik unser aller Zukunft beeinflussen wird. Ich sah dies als einmalige Chance, in meinem Leben von Beginn an an der Entwicklung und Entstehung von etwas gänzlich Neuem dabei sein zu können.

Wo werden Kryptowährungen Banken in der Zukunft ablösen? Werden sie das überhaupt? Können die beiden Systeme zusammenarbeiten?

Ich bin der Überzeugung, dass es ein „Sowohl – als auch“ geben wird. Es wird weiterhin nationale Währungen in Papier (zumindest in Deutschland und Österreich) sowie in elektronischer Form geben.

Welche Rolle werden/können Kryptowährungen im zukünftigen internationalen/nationalen Währungssystem spielen?

International werden die Kryptowährungen aus meiner Sicht bald (in zwei bis fünf Jahren) die wichtigste Rolle einnehmen. Die geringen Kosten und die absolute Sicherheit der Blockchain sowie die sekundenschnelle Abwicklung sprechen eindeutig dafür. National werden sich noch parallele Systeme wie Instant Payment behaupten können, bis auch hier durch die Lösung der Skalierungsprobleme der Umstieg rasch kommen wird.

Was ist für dich der primäre und damit entscheidende Unterschied zwischen Kryptowährungen und Fiatgeld, also das klassische Papiergeld als Tauschmittel?

Fiatgeld kann beliebig vermehrt werden (Stichwort: „Anwerfen der Notenpresse“) – meist durch politischen Willen beeinflusst. Bitcoin hat hingegen eine fixe Geldmenge bzw. einen fixen Code zur Entstehung.

Was kann die Krypto-Welt von etablierten Banken lernen?

Zum Beispiel das sinnvolle Implementieren von Kontrollsystemen und Geschäftsprozessen. Zusätzlich sind auch besonders Compliance-Regeln ein wichtiger Baustein von seriösen Dienstleistern, so auch im Krypto-Bereich. Hier können Krypto-Anbieter viel von Banken lernen und adaptieren.

Wie würdest du den Angst-Faktor von Banken einschätzen?

Angst wäre das falsche Wort. Aber Banker können rechnen … Die Blockchain bzw. Kryptowährungen können bald das Gleiche wie SWIFT oder SEPA – nur zu einem Bruchteil der derzeitigen Kosten. Im Prinzip eine Win-win-win-Situation für den Kunden (weil geringere Spesen), die Banken (weil generell geringe Kosten) und für die Kryptowährungen (weil mit Banken der Durchbruch zur generellen Akzeptanz gelingen kann). Es wird aber Menschen geben, die ihr Leben nur mehr mit Kryptowährungen bestreiten werden, ohne je eine Bank in ihrem Leben zu brauchen. Gleichzeitig werden Kryptowährungen bald einen kostenlosen Zugang zu Finanzdienstleistungen für jeden Menschen bereitstellen können.

Du bist bei Coinfinity als Compliance Manager angestellt: Welche Themen beschäftigen dich? Wo siehst du deine Rolle bei Coinfinity? In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf?

Coinfinity hat bereits jetzt hohe Sicherheitsstandards, welche sich beispielsweise in der Zusammenarbeit mit der österreichischen Staatsdruckerei zeigen. Auch mit verschiedenen Verifizierungsstufen bei Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zeigen wir, dass wir es ernst meinen. Hier bin ich dazu da, vorhandene Strukturen zu festigen und Abläufe zu konkretisieren bzw. Kontrollschritte zu implementieren. Meine jahrelange Erfahrung aus der Bankenbranche hilft hier natürlich enorm. Es gilt, Standards aus diesen wichtigen Bereichen zu etablieren. Die Technik ist ja vorhanden und muss nur auf spezifische Herausforderungen angepasst werden. Nach Etablierung dieser Standards werde ich auch für die aktive Kundenbetreuung sowie als Ansprechpartner für Banken und Behörden zuständig sein. Darauf freue ich mich besonders.

Was ist dein primäres Ziel bei Coinfinity?

Erste Reihe fußfrei dabei zu sein, wie sich ein komplett neuer Wirtschaftszweig aufbaut. Ich möchte meinen Teil zur Entwicklung dieser neuen Technologie beitragen.

Wann hast du das erste Mal von Bitcoin gehört und was waren deine ersten Gedanken/Assoziationen?

Als Banker war mein erster Gedanke: Dient rein der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Durch meine intensive Recherche im Jahr 2016 war ich aber bald von Technik und Umsetzung überzeugt.

Was hat dich damals an BTC überzeugt?

Die realistische Möglichkeit der Umsetzung – Blockchain und Abläufe waren ja schon vorhanden. Es galt nur mehr, die Umsetzung – sprich Aufklärung der Bevölkerung – voranzutreiben bzw. die Menschen kryptofit zu machen.

Was genau meinst du mit „kryptofit“?

Nur durch neutrale Aufklärung kann den Menschen die Angst und etwaige Vorurteile vor bzw. über Kryptowährungen genommen werden. Denn: Nur Wissen schützt vor Abzocke und falschen Versprechungen von unseriösen Akteuren.

Wo siehst du BTC in 10 bis 20 Jahren?

Durch die Lösung des Skalierungs- und des damit einhergehenden Transaktionskostenproblems kann Bitcoin wirklich als P2P-Money im Mikrozahlungsverkehr eingesetzt werden. Dazu ist die vollständige Etablierung des Lightning-Netzwerks notwendig. Bitcoin wird aber auch als Wertaufbewahrung immer eine wichtige Rolle spielen, analog zu Gold. Somit wird es Bitcoin auch in 10 oder 20 Jahren geben, wiewohl es andere (ev. noch gar nicht vorhandene Kryptowährungen) geben wird, die noch größer als Bitcoin werden können.

Hast du Angst, dass Bitcoin „zu Tode“ reguliert wird?

Nein, das schafft weder eine Regierung noch eine ganze Staatengemeinschaft – man wird die Ausgabestellen regulieren können, aber nicht den Bitcoin selbst.

Ist Bitcoin böse oder gut?

Neutral – wie Bargeld. Am Ende ist es der Mensch, der dem Mittel seinen Zweck zuführt.

Danke für deine offenen Antworten!

Integration von Dash in das Portfolio von Coinfinity

Coinfinity bietet ab April 2018 die Kryptowährung Dash zum Verkauf über den Bitcoinbon und seine Online-Services an.

Graz, 1. April 2018 – Coinfinity, ein österreichischer Bitcoin-Broker, freut sich, bekanntgeben zu dürfen, dass mit 1. April 2018 die Kryptowährung Dash in das Portfolio aufgenommen wird. Somit ist es ab sofort möglich, über die Online-Plattform von Coinfinity sowie über die Bitcoinbon Dash zu erwerben.

Coinfinity entwickelt Produkte rund um Bitcoin und war in Österreich oft Vorreiter: Im Jahr 2014 nahmen wir den ersten Bitcoin-Automaten in Betrieb und startete die erste Online-Plattform zum Bitcoin-Kauf, 2018 führten wir die weltweit erste Lightning-Transaktion an einem Bitcoinautomaten durch. Im Jahr 2015 starteten wir das Projekt Bitcoinbon, über das in mehr als 4.000 Verkaufsstellen Bitcoins, Ethereum sowie Litecoin gekauft werden können. Die Auswahl haben wir nun um Dash erweitert.

Dash wurde im Jahr 2014 ins Leben gerufen. Der besondere Fokus von Dash liegt auf der Funktionalität als digitales Bargeld. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen vereint Dash alle Funktionen, die auch heutiges Bargeld bietet: kurze Transaktionszeiten, niedrige Kosten und Anonymität.

Dash ist ein sich ständig weiterentwickelndes Projekt, das alle Leistungsbringer im Netzwerk entlohnt. Miner und Masternodes erhalten je 45 Prozent der Block-Rewards. Die restlichen 10 Prozent stehen dem Projekt für Entwicklungsarbeit und Marketing zur Verfügung. Als Proof-of-Work im Mining-Prozess verwendet Dash den sogenannten X11 Hash-Algorithmus, welcher eigens von Dash entwickelt wurde. Dash gehört zu den Top-Ten-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung und Trading-Volumen der letzten 24 Stunden (Stand 26.3.2018). Für Fragen rund um Dash in Deutschland, Österreich und der Schweiz steht die vor kurzem gegründete Dash Embassy D-A-CH unter www.dash-embassy.org zur Verfügung.

ARTIS-Blockchain aus Graz – eine skalierbare Blockchain „made in Austria“

Das Grazer lab10 collective rund um Thomas Zeinzinger vereint einige der prominentesten Persönlichkeiten der österreichischen Krypto-Szene, darunter Hannes Grill (Präsident von Bitcoin Austria), Stadler Völkel Rechtsanwälte, Nathalie Enzinger, Max Tertinegg (Coinfinity) sowie über ein Dutzend Software-Entwickler mit ausgeprägter Leidenschaft für die Themen Dezentralisierung und Privacy. Gemeinsam stellen sie am 11. April auf der WU Wien erstmals einem ausgewählten Publikum die ARTIS-Blockchain sowie die ihr zugrundeliegenden technischen Innovationen vor.

„Mit ARTIS gehen wir die drei derzeit größten Probleme im Blockchain-Bereich an und versuchen, diese nachhaltig zu lösen: Skalierbarkeit, Usability bzw. Eintrittsbarrieren sowie Energieverbrauch“, gibt Thomas Zeinzinger, Co-Founder und Vorstand (der Genossenschaft) des lab10 collective, die Stoßrichtung von ARTIS vor. Das Projekt, das auf der Code-Base von Ethereum aufbaut, erweitert das Protokoll an ein paar entscheidenden Punkten und stellt daher eine neue, eigenständige Blockchain dar.

Neben Proof-of-Stake (POS), einer breiten und anonymen Verteilung von Coins, führt ARTIS sogenannte Streems ein. Diese revolutionäre Art des Bezahlens lässt Geld im wahrsten Sinne des Wortes fließen und ermöglicht so völlig neue Geschäfts- und Abrechnungsmodelle, insbesondere in der Sharing Economy. Technische Details und das Whitepaper finden Sie auf der Webseite von ARTIS.

Am 11. April 2018 haben 100 ausgewählte Interessierte die Gelegenheit, mehr über die technischen und wirtschaftlichen Potenziale von ARTIS zu erfahren sowie das Team dahinter persönlich kennenzulernen. Das Event ist die beste Chance, sich für die laufende „Closed Funding Round“, die bis zum 30.4.2018 läuft, zu registrieren und zu informieren.

Am 31. 5. findet das „Token Generation Event (TGE)“ statt, welches auch den Start der „Public Funding Phase“ darstellt, die bis zum 30.6. laufen wird.

Das lab10 lädt in Kooperation mit dem WU Forschungsinstitut für Kryptoökonomie alle interessierten Coinfinity-Kunden zum exklusiven Kick-Off-Event der ARTIS-Blockchain ein.

Termin: 11. April 2018
Zeit: 18:00 (Einlass ab 17:30)
Ort: Wirtschaftsuniversität Wien

Anmeldung unter: https://artis.eco/en/investment#kickoff

Staatliche Kryptowährungen in kriselnden Staaten – Hyperinflation in Venezuela und Simbabwe

“Heute wird eine Kryptowährung geboren, die Superman ablösen kann”. Mit diesem Satz stellte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro am 20. Februar das Whitepaper für die erste staatliche Kryptowährung vor.

Mit der landeseigenen Kryptowährung Petro will Staatspräsident Nicolas Maduro die US-Sanktionen umgehen und das krisengeschüttelte Land aus der ökonomisch und finanziell desolaten Situation befreien. Gleichzeitig soll sich die Kryptowährung unabhängig vom US-Dollar entwickeln und damit die Instabilität und deren Auswirkungen auf insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer abfedern indem eine internationale Alternative bereitgestellt wird, so das Whitepaper.

Der Petro ist an die Ölreserven des Landes gekoppelt und die wohl letzte Möglichkeit das Land vor einem Währungskollaps zu bewahren. Laut Berichten soll die Inflationsrate des Landes bis Ende 2018 auf 13.000% ansteigen. Durch die Bindung an den Ölpreis und die Ölvorkommen in Venezuela soll der Petro als Investmentmöglichkeit, Spareinlage und zum zwischenstaatlichen Finanztransfer verwendet werden.

Eine gewisse politische Brisanz besteht auch hinsichtlich der aktuellen US-Sanktionen gegen Venezuela. Die USA haben bereits davor gewarnt an dem Petro-ICO, der auf der Ethereum-Blockchain läuft, teilzunehmen. Eine Investition in den Petro kann als Kredit für die venezolanische Regierung gesehen werden und würde damit gegen die US-Sanktionen verstoßen, so die USA.

Andere Stimmen feiern den ICO als Startpunkt für die Ablösung des US-Dollars als dominierende internationale Währung. Insbesondere Russland, das im Moment auch an einer eigenen Kryptowährung arbeitet, scheint interessiert zu sein, berichtet die FAZ. Zusätzlich bietet der Petro die Möglichkeit für die “Boli-Bourgeoisie”, also Günstlinge der sozialistischen Regierung, ihre Vermögen unbemerkt neben den US-Sanktionen vorbei zu transferieren.

Besonders spannend erscheint der Petro-ICO auch für andere von Inflation und Währungsproblemen heimgesuchten Staaten. So zum Beispiel Simbabwe, welches seit Jahren in einer Hyperinflation steckt und nun vor kurzem den Simbabwe-Dollar abgeschafft hat. Seither dient der US-Dollar als primäres Währungsmittel. Aufgrund von marginalen Exporten und da man im Land keine US-Dollar drucken kann, gibt es kaum physische Geldscheine. Einige nutzen nun Kryptowährungen, allen voran Bitcoin, als Zahlungsmittel. Das erklärt auch den höheren Preis pro Bitcoin an afrikanischen Börsen wie Golix. Der Mangel an physischen Geldscheinen drängt die Menschen, mehrheitlich mit ausreichend Kapital, in andere Investitions- bzw. in diesem Fall Währungssysteme.

Es bleibt also spannend zu beobachten, welche Auswirkungen der Petro-ICO national, aber auch international haben wird und inwieweit Kryptowährungen ihre gesellschaftliche Funktion zum jeweiligen politischen und ökonomischen Status anpassen.

Stellungnahme zum Regulierungsvorschlag für Kryptowährungen des österreichischen Finanzministers

Der österreichische Finanzminister Hartwig Löger will Kryptowährungen strenger regulieren. Max Tertinegg, Geschäftsführer von Coinfinity, begrüßt die Absicht zur Regulierung, rät aber zur Verhältnismäßigkeit.

Der Handel mit Kryptowährungen solle laut des Finanzministers wie der mit Gold und Derivaten behandelt werden. So sollen Meldungen an die Geldwäschestelle bei Transaktionen über 10.000 Euro vorgeschrieben werden. Im März soll ein „FinTech-Regulierungsrat“ entstehen, in dem Experten Regulierungsansätze diskutieren und die Positionen verschiedener Institutionen koordinieren sollen, berichtet der Standard.

Die Geldwäschemeldestelle des Bundeskriminalamts soll die Eigentümer von virtuellen Währungen identifizieren können, kündigte Löger an und führte weiter aus, dass Handelsplattformen für Kryptowährungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) unterworfen und Vertriebsmodelle überwacht werden müssten. Zusätzlich müssen neue Kryptowährungen von der FMA genehmigt werden. Darüber hinaus wolle Österreich europäische Initiativen auf diesem Feld unterstützen. Initial Coin Offerings sollen ebenso strenger überwacht werden. Geplant ist ein verpflichtender digitaler Prospekt, den das FMA absegnen muss. Damit sollen die Rechtssicherheit und der Anlegerschutz entscheidend verbessert werden.

„Die Kryptowährungen sind im Begriff, die Reputation des Finanzmarkts massiv zu beeinträchtigen und den Ruf einer noch jungen, aber für den Finanzmarkt der Zukunft sehr wichtigen Branche zu gefährden“, sagte Löger am 23. Februar in Wien. Der Vorschlag und auch diese Aussage von Finanzminister Löger stehen eindeutig im Kontext des Optioment-Skandals. Der Standard beschreibt den Regulierungsvorschlag des Finanzministers als eine „versuchte Quadratur des Kreises“. Hauptmerkmale von Kryptowährungen seien doch Dezentralität sowie Anonymität und die damit einhergehenden Vorteile von beispielsweise Unfälschbarkeit und Nicht-Manipulierbarkeit.

„Ich kann diesen Vorschlägen sehr wohl etwas abgewinnen, denn völlig unreguliert kann es nicht funktionieren“, sagte unser Geschäftsführer Max Tertinegg in einem Interview mit dem Kurier. „Aber wenn man Kryptowährungen zu sehr reguliert, dann hat man das Problem, dass man diejenigen trifft, die es eigentlich nicht treffen soll.“ Bei der Diskussion dürfen die Intention und das Ziel einer hypothetischen Regulierung nicht aus den Augen verloren werden. Eine Meldepflicht ist nicht verhältnismäßig, meint Coinfinity-Geschäftsführer Max Tertinegg: „Eine Überprüfung und im Anlassfall auch eine Meldung von Transaktionen nach gewissen Kriterien halte ich für absolut sinnvoll. Automatische Meldungen an die Geldwäschestelle würden meiner Meinung nach aber weit über das Ziel hinausschießen – das käme einem Generalverdacht gleich.“

Viele der Regulierungsvorschläge (wie die Identifizierung der Kunden und das Einhalten von Limits) sind bei seriösen Brokern wie Coinfinity übrigens bereits jetzt schon gängige Praxis.

Coinfinity zeigt erste Lightning-Transaktion an einem Bitcoin-Automaten

Wir versuchen seit jeher, Vorreiter bei der Entwicklung von Produkten rund um Bitcoin zu sein. Sowohl der erste Bitcoin-Automat Österreichs als auch die erste Online-Plattform zum Bitcoin-Handel in Österreich wurden von Coinfinity gestartet. Darüber hinaus gibt es seit Jahren auch den Bitcoinbon, welcher in über 4.000 Verkaufsstellen in ganz Österreich verkauft wird.

Auch unser neuestes Projekt ist von diesem Pioniergeist geprägt. Wir haben am Bitcoin-Automaten in unserem Büro in Graz erfolgreich eine Transaktion über das Lightning Network durchgeführt – unseres Wissens nach die erste Lightning-Transaktion an einem Bitcoin-Automaten weltweit.

Was ist das Lightning Network?

Es handelt sich dabei um eine noch experimentelle Technologie, die als mögliche Lösung des Skalierungsproblems von Bitcoin gehandelt wird. In Zukunft soll es mit Hilfe des Lightning Networks möglich sein, Millionen von Transaktionen pro Sekunde schnell und zu geringen Gebühren abzuwickeln.

Bisher wurde jede Bitcoin-Transaktion direkt in der Blockchain verankert. Das Lightning Network bildet eine zweite Ebene darüber, in der mit Payment Channels direkte Verbindungen zwischen den Akteuren hergestellt werden. Dadurch können Transaktionen abgewickelt werden, ohne diese in die Blockchain zu schreiben. Lediglich die beteiligten Akteure müssen die entsprechenden Transaktion signieren. Mit Hilfe des Lightning Network können optimale Routen über diese Payment Channels gefunden werden. Dieses Routing kann man sich – sehr vereinfacht ausgedrückt – wie die Navigation durch ein verzweigtes Straßennetz vorstellen. Um an das gewünschte Ziel zu kommen gibt es verschiedene Wege, das Routing verhindert dabei unnötige Umwege.

Eine Lightning Transaktion am Bitcoin-Automaten

Um diese vielversprechende Technologie kennenzulernen, hat unser CTO Daniel Weigl einen der ersten Lightning Full Nodes eingerichtet. Weltweit gibt es zurzeit nur einige hundert dieser Nodes, welche essentiell für die Funktionalität des Netzwerkes sind, ein Überblick über das Netzwerk findet sich hier. Das folgende Video zeigt, wie die besagte Lightning-Transaktion erfolgreich am Bitcoin-Automaten in unserem Büro durchgeführt wurde:

Über diese Transaktion wurde ein Payment Channel geöffnet, über den dann die eigentliche Lightning-Transaktion geroutet wurde. Dabei wurden 50 Satoshi versendet, ein für diese Demonstration fix hinterlegter Wert.

Auch wenn das Lightning Network derzeit noch in einem sehr experimentellen Stadium ist, haben wir mit diesem erfolgreichen Test einen großen Schritt in Richtung Massentauglichkeit von Bitcoin gemacht. Die Entwicklung in den nächsten Monaten wird sicherlich äußerst spannend werden!

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Information zu Bankfeiertagen

Der 25.12.2017, der 26.12.2017 und der 01.01.2018 sind sowohl in Österreich als auch in Deutschland Bankfeiertage, an diesen Tagen werden von den Banken (wie auch an Samstagen und Sonntagen) keine Zahlungen durchgeführt.

Eine SEPA-Überweisung hat eine Laufzeit von 1-2 Werktagen. Wenn Sie also z.B. am Freitag, 22.12.2017 eine Bestellung bei uns getätigt haben, wird Ihre Zahlung frühestens am Mittwoch, 27.12.2017 oder auch erst am Donnerstag, 28.12.2017 bei uns eintreffen. Auch wenn Sie an uns Bitcoins verkauft haben, wird die entsprechende SEPA-Überweisung durch die Bankfeiertage eine längere Laufzeit haben.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Information zur Verfügbarkeit während der Weihnachtsfeiertage

Weihnachten ist bekannt als das Fest der Ruhe und Besinnlichkeit. Aus diesem Grund haben auch wir beschlossen, über die Feiertage die Tore zu schließen. Um zur Ruhe zu kommen, Zeit mit Freunden und Familie verbringen zu können sowie Energie zu tanken, für die Herausforderungen des kommenden Jahres.

Das bedeutet, dass von 23.12.2017 bis einschließlich 07.01.2018 unser Büro geschlossen ist. Der Online-Handel ist hiervon nicht betroffen, Sie können weiterhin Bitcoins kaufen und verkaufen. Beachten Sie bitte, dass es aufgrund mehrerer Bankfeiertage zu längeren Laufzeiten bei Banküberweisungen kommt, mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgrund der Feiertage ist unser Büro für den Kundenverkehr geschlossen, auch der Telefonsupport ist nur eingeschränkt verfügbar. Bei Fragen in dieser Zeit bitten wir um eine Benachrichtigung per Mail unter support@coinfinity.co. Wir werden selbstverständlich versuchen diese Anfragen so zeitnah als möglich zu beantworten, bitten jedoch bereits vorab um Verständnis, dass dies länger dauern könnte als üblich.

Mit Montag, den 08.01.2018 starten wir dann in das neue Jahr und stehen Ihnen wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Das gesamte Team von Coinfinity wünscht Ihnen eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Information zu Verzögerungen beim Kauf und Verkauf

Update vom 13.12.2017, 14.50 Uhr

Das Problem unserer Bank scheint behoben zu sein, wir haben eine große Zahl von eingehenden Zahlungen erhalten, auch unsere ausgehenden Zahlungen konnten erfolgreich gesendet werden. Sobald ein offizielles Statement unserer Bank vorliegt, werden wir dies hier wiedergeben.

Wir bitten unsere Kunden nochmals um Entschuldigung für die Verzögerungen und bedanken uns für das entgegengebrachte Verständnis.

Update vom 13.12.2017, 10.30 Uhr

Das Problem unserer Bank ist zumindest teilweise behoben, wir haben erste Zahlungen empfangen und werden diese so schnell als möglich bearbeiten. Eine vollständige Fehlerbehebung wurde seitens unserer Bank aber leider noch nicht berichtet.

12. Dezember 2017, 14:30

Am 11. und 12. Dezember ist es auf Seiten unserer Bank durch einen Serverfehler im Banksystem zu Verzögerungen bei SEPA-Zahlungen gekommen. Nach Rücksprache mit der Bank ist das Problem leider noch nicht behoben (Stand 12. Dezember, 14:40 Uhr).

Durch diesen Fehler kommt es leider auch auf unserer Seite zu Verzögerungen bei Käufen und Verkäufen, die in den letzten Tagen getätigt wurden. Wir haben schon eine Vielzahl von Support-Anfragen von Kunden erhalten, die von uns eigentlich ein promptes Service gewohnt sind. Wir bitten unsere Kunden ausdrücklich um Entschuldigung für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten, möchten gleichzeitig aber darauf hinweisen, dass es sich um einen Fehler im System unserer Bank handelt, auf den wir leider keinen Einfluss haben.

Wir werden diesen Artikel aktualisieren, sobald das Banksystem wieder einwandfrei arbeitet und wir unser Service wieder ohne Verzögerungen anbieten können.

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