
Es gab eine Zeit, da war die eigene Photovoltaikanlage ein Selbstläufer: Sonne rein, Strom raus, ordentliche Einspeisevergütung aufs Konto. Diese Zeit ist vorbei.
Die Einspeisetarife sind in den letzten Jahren dramatisch gefallen. In vielen Regionen bekommst du für eine Kilowattstunde, die du ins Netz einspeist, nur noch einen Bruchteil dessen, was du beim Bezug aus demselben Netz bezahlst. In manchen Marktphasen rutschen die Börsenpreise sogar ins Negative. Dann speist du deinen sauberen Solarstrom ein und bekommst, je nach Einspeisevertrag, dafür gar nichts.
Das Absurde daran: Genau dann, wenn deine Module am meisten produzieren – an einem strahlenden Sommertag – ist der Strom am wenigsten wert. Das Netz ist voll, alle speisen gleichzeitig ein, und dein Überschuss wird zur Belastung statt zum Ertrag.
Die klassische Antwort darauf heißt: Eigenverbrauch maximieren. Batteriespeicher, Wärmepumpe, das E-Auto tagsüber laden. Alles sinnvoll. Aber irgendwann sind Speicher voll, das Auto geladen und die Wärmepumpe hat genug. Und dann? Dann bleibt der Überschuss – und der wandert wieder zum Spottpreis ins Netz.
Es gibt eine dritte Option, über die kaum jemand spricht: Du verwandelst deinen überschüssigen Strom direkt in Bitcoin.
Ein Bitcoin-Miner ist im Grunde nichts anderes als ein hochspezialisierter Computer, der rechnet, um das Bitcoin-Netzwerk abzusichern. Dafür wird er in Bitcoin bezahlt. Der entscheidende Punkt für dich als PV-Besitzer: Ein Miner ist eine steuerbare Last, die du jederzeit und variabel an- und abschalten kannst.
Das macht ihn zum idealen Abnehmer für Überschussstrom. Die Logik ist einfach:
Du tauschst also einen Strom, der am Markt fast nichts wert ist, gegen einen Vermögenswert ein, der unabhängig von Einspeisetarifen und Netzpreisen ist. Man könnte sagen: Bitcoin ist dein persönlicher Einspeisetarif mit dem Unterschied, dass du den Preis nicht vom Netzbetreiber diktiert bekommst.
Nehmen wir ein realistisches Beispiel. Angenommen, deine Einspeisevergütung liegt bei 7 Cent pro kWh. Ein moderner, effizienter Miner braucht für seine Rechenleistung Strom, dessen Gegenwert in Bitcoin – abhängig von Bitcoin-Preis, Netzwerkschwierigkeit und Miner-Effizienz – häufig deutlich über diesen 7 Cent liegt.
Das heißt: Jede Kilowattstunde, die du statt in die Einspeisung in einen effizienten Miner leitest, kann für dich mehr Wert erzeugen als die Einspeisung. Und im Gegensatz zur Einspeisung bekommst du keinen Euro-Betrag, der durch Inflation über die Jahre an Kaufkraft verliert, sondern Bitcoin – einen Vermögenswert mit fixem Angebot.
Wichtig: „Ob sich Mining für dich lohnt, hängt von drei Stellschrauben ab: dem Strompreis bzw. deiner Einspeisevergütung, der Effizienz des Miners (gemessen in Joule pro Terahash) und dem Bitcoin-Preis. Rechne immer mit deinen eigenen Zahlen – und plane konservativ."
Der Einstieg ist unkomplizierter, als viele denken. Du brauchst im Wesentlichen drei Dinge:
1. Einen passenden Miner. Für den Heimgebrauch mit Überschussstrom sind vor allem zwei Kategorien interessant. Zum einen leise, für Wohnräume geeignete Geräte, die auch bei geringerer Leistung effizient laufen. Zum anderen kompakte ASIC-Miner, die sich flexibel an dein PV-Profil anpassen lassen. Welcher Miner der richtige ist, hängt von deiner Anlagengröße, deinem typischen Überschuss und davon ab, wie viel Geräuschentwicklung für dich akzeptabel ist.
2. Eine Möglichkeit, den Miner zu steuern. Damit der Miner nur bei Überschuss läuft, brauchst du eine Steuerung, die deinen Netzverbrauch überwacht und den Miner entsprechend zu- und abschaltet oder in der Leistung drosselt. Viele moderne Miner lassen sich in der Leistungsaufnahme regeln – ideal, um sie exakt an die verfügbare Sonnenleistung anzupassen.
3. Ein Wallet und einen Mining-Pool. Deine geschürften Bitcoins landen in deinem eigenen Wallet – du hast die volle Kontrolle. Über einen Mining-Pool bündelst du deine Rechenleistung mit anderen, um regelmäßigere Auszahlungen zu erhalten.
Ein Miner verbraucht nicht nur Strom – er wandelt praktisch die gesamte aufgenommene Energie in Wärme um. Was in einem Rechenzentrum ein Problem ist, wird im Eigenheim zum zweiten Ertrag: Diese Abwärme kannst du nutzen, um bspw. Feuchtigkeit zu beseitigen oder in der Übergangszeit Räume zu heizen.
Damit wird aus dem Miner ein Gerät mit doppeltem Nutzen: Er verdient dir Bitcoin und ersetzt einen Teil deiner Heizkosten. Gerade in der Übergangszeit, wenn die Sonne tagsüber noch ordentlich liefert, aber die Abende schon kühl sind, ist das eine elegante Kombination. Dein Überschussstrom wird zu Bitcoin und zu Wärme zugleich: Kein Watt geht verloren.
So verlockend das Konzept ist – ein paar Punkte gehören zu einer ehrlichen Betrachtung dazu:
Der niedrige Einspeisetarif ist kein Naturgesetz, dem du dich beugen musst. Er ist einfach der Preis, den ein überlastetes Netz für deinen Strom übrighat. Mit einem Bitcoin-Miner nimmst du dir die Definition von „Wert" zurück: Statt deinen Überschuss zu verschenken, wandelst du ihn in einen knappen, weltweit handelbaren Vermögenswert um und heizt womöglich nebenbei dein Zuhause.
Wenn du überlegst, welcher Miner zu deiner Anlage und deinem Überschussprofil passt, findest du einen guten Ausgangspunkt in der Übersicht der Bitcoin-Miner von 21energy. Dort sind Geräte für unterschiedliche Anwendungsfälle zusammengestellt: vom leisen Wohnraum-Miner bis zum kompakten ASIC für den Heizkeller. Und mit dem Code COINFINITY5 erhältst du 5% Rabatt auf deinen Einkauf.
Aus einem schlechten Einspeisetarif wird so dein eigener, besserer:
Mein Einspeisetarif ist Bitcoin.

Hi, ich bin Lukas, 25 Jahre alt und in Innsbruck aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss im Jahr 2020 (und dem Zivildienst) hatte ich die Chance, direkt in der Bitcoin-Welt zu arbeiten. Über zwei Jahre lang war ich Projektmanager der größten deutschsprachigen Bitcoin-Konferenz (BTC22 & BTC23). Im Oktober 2022 gründete ich gemeinsam mit meinem Co-Founder Maximilian das Start-up 21energy. Dort entwickeln wir nachhaltige Energie- und Heizlösungen für Unternehmen und Privatpersonen mit integrierten Bitcoin-Mining-Chips. Außerdem bin ich Leistungssportler & Alpinist und bewege mich gerne auf den herausforderndsten Bergen dieser Welt.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Die Rentabilität von Bitcoin-Mining hängt von individuellen Faktoren ab.
Die in den Gastbeiträgen geäußerten Ansichten und Informationen sollten nicht als Beratung interpretiert werden. Es ist wichtig zu beachten, dass Coinfinity nicht zwangsläufig die gleichen Positionen und Auffassungen wie in den hier bereitgestellten Inhalten vertritt.
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