Halving, Bitcoins PayPal Integration und ETH2 bringt Staking – unser Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 war kein Gewöhnliches – auch im Kryptospace hat sich einiges getan! Und genau auf diese Ereignisse möchten wir in diesem Artikel zurückblicken.

Bitcoin Halving

Am 11. Mai 2020 war es wieder soweit – das Halving halbierte die Block Reward, also die Mining-Belohnung pro Block, von 12,5 BTC auf 6,25 BTC. Da dies alle 210.000 Blöcke automatisch passiert und ein Block im Schnitt alle 10 Minuten gemint wird, findet rund alle 4 Jahre ein Halving bei Bitcoin statt. Somit wird es durch die Halvings bis ungefähr zum Jahr 2140 dauern, bis alle 21 Millionen BTC gemint sind.

Warum Satoshi Halvings eingebaut hat

Bitcoin ähnelt in vielerlei Hinsicht Gold. Und das ist auch so beabsichtigt. Man könnte das immer schwieriger werdende Mining neuer BTC (durch Halvings, mehr Wettbewerb etc.) und die begrenzte Menge von Bitcoin als Analogie dazu sehen, dass auch Gold nur in begrenzter Menge vorhanden ist und der Abbau begrenzt vorhandener Rohstoffe in der Regel immer schwieriger wird.

Neben der begrenzten Menge von 21 Millionen BTC und dem automatischen Mining-Difficulty Adjustment alle 14 Tage sind die Halvings also ein dritter wichtiger Mechanismus, mit dem die gesamte Menge an BTC kontrolliert wird.

Das nächste Halving wird für Frühling/Sommer 2024 erwartet.

PayPal unterstützt Bitcoin

Am 21. Oktober 2020 wurde es offiziell verkündet – PayPal integriert Kryptowährungen. Als Erstes sind US-KundInnen künftig in der Lage, Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash und Litecoin über ihr PayPal-Konto zu kaufen und zu verkaufen. Bis Mitte 2021 soll das Angebot auf mehrere internationale Märkte erweitert werden.

ETH2-Release

Am 4. November 2020 ließ die Ethereum Foundation mit einem Blogpost aufhorchen: Version 1.0 wurde veröffentlicht und die ETH-Deposit-Adresse für Validatoren bekannt gegeben. Die neue Ethereum Beacon Chain soll bei ausreichend Deposits am 1. Dezember 2020 starten.

Was nach dieser Neuerung noch auf Ethereum zukommt, haben wir bereits auf unserem Blog thematisiert. Neben dem schrittweisen Umstieg auf Proof-of-Stake und Sharding soll es in den nächsten Jahren auch eine neue virtuelle Maschine für Ethereum geben. Diese soll Entwicklern mehr Freiheiten ermöglichen, indem diese eigene Ausführungsumgebungen schaffen können. Dies bedeutet, dass sie auf Shard-Chains eigene Regeln einführen können, die es z.B. bereits auf anderen Blockchains, wie Bitcoin oder Dash gibt.

Weitere News

Immer mehr institutionelle Investoren entdecken Bitcoin

2020 war auch durch ein steigendes Interesse institutioneller Investoren an Bitcoin und anderen Kryptowährungen gezeichnet. Auch Unternehmen nutzten Bitcoin als Investment, um sich beispielsweise gegen Inflationsszenarien abzusichern. Unternehmen wie MicroStrategy oder Square investierten insgesamt mehrere 100 Million USD in Bitcoin, auch immer mehr Vermögensverwalter arbeiten daran, Ihren KundInnen Produkte rund um Kryptowährungen anbieten zu können.

CBDC’s

Auch auf staatlicher Eben ist viel passiert: Mehrere Länder arbeiten bereits im Hintergrund an CBDC’s, also von Zentralbanken herausgegebenen digitalen Währungen, manche Länder wie China befinden sich in der Testphase, die Bahamas haben mit dem Sand Dollar sogar die erste CBDC der Welt im Oktober 2020 offiziell eingeführt.

Libra wird zu Diem

Viele erinnern sich bestimmt auch noch an Facebooks Pläne, eine eigene Digitalwährung namens Libra zu launchen. Nach heftigem regulatorischem Widerstand änderte Facebook seine Pläne und möchte 2021 mit einer modifizierten Version der ursprünglichen Idee namens Diem an den Start gehen.

DeFi als Trend

Last, but not least: Der DeFi-Trend – Immer mehr Leute blicken auf diesen Use-Case von Blockchains, der es ermöglicht, Finanzanwendungen, bspw. für Trading und Lending, dezentral abzubilden. Neben der Vielzahl an neuen Möglichkeiten bietet dieses neue Ökosystem jedoch auch Risiken, zum Beispiel durch neue Arten von Hacks. Trotzdem scheint der Trend bereits so weit angekommen zu sein, dass sich zentralisierte Börsen bereits Gedanken darüber machen, wie man zentralisierte Services und DeFi miteinander kombinieren könnte.

Wir sind gespannt, welche Überraschungen das Jahr 2021 für uns bereithalten wird!