Neues Feature auf Twitter: mit Tippin.me Bitcoin für Tweets versenden

Mit einem Browser-Plugin kann man via Lightning Network Tweets mit einigen Satoshi belohnen. Das erste sinnvolle Projekt, Micropayments in soziale Medien zu implementieren.

Am Himmel sinnvoller, praxistauglicher Anwendungsfälle für Bitcoin ist in diesem Jahr bereits ein neuer Stern aufgegangen: Mithilfe der Software Tippin.me (über die Plattform, die Payments über das Lightning Network ermöglicht, haben wir bereits berichtet) können sich Twitter-User schnell und unkompliziert Bitcoins via Lightning Network senden; auch Twitter-CEO Jack Dorsey zeigt sich begeistert. Der Name Tippin.me leitet sich vom englischen Verb „to tip“ ab, was so viel bedeutet wie „jemandem Trinkgeld oder eine Spende geben“. In diesem Fall sind es Micropayments für Leute, deren Beiträge einem selbst gefallen.

Tipping-Plattformen gibt es schon länger. Am umfangreichsten war ChangeTip, welches es über einen Bot auf Twitter, Reddit, YouTube und schließlich auch auf Facebook ermöglichte, kleine Beträge über diese sozialen Medien zu versenden. ChangeTip war eine Zeitlang recht beliebt, schaffte aber niemals den Sprung in den Mainstream und ging schließlich aufgrund mangelnder Nachfrage und einem fehlenden Geschäftsmodell ein. Nachdem die Transaktionsgebühren für Bitcoin seit 2015 ansteigen, wurden Micropayment-Anwendungen vorerst unattraktiv. Tippin.me versucht nun, das mithilfe des Lightning Networks zu umgehen.

Zukünftiges Update bringt Dezentralisierung

Derzeit ist die Lösung zwar noch zentralisiert, d. h., die Bitcoins müssen direkt an Tippin.me gesendet und dort zentral verwaltet werden. Immerhin haben im Vergleich zu früheren Tipping-Bots die UserInnen bei Tippin.me jedoch die Autonomie, die Coins selbst zu senden und nur den Empfang der Coins einer zentralisierten Lösung zu überlassen. In naher Zukunft wird es jedoch durch ein Update möglich sein, auch diese Lösung zu dezentralisieren, sodass NutzerInnen selbst die vollständige Kontrolle über ihre Bitcoins haben.

Auch Twitter-Gründer, CEO und bekennender Krypto-Enthusiast Jack Dorsey ist vom Mehrwert der Lösung überzeugt, wie er bereits in einigen Tweets durchblicken hat lassen. Bereits in der Vergangenheit zeigte er sich von Blockchain und Kryptowährungen begeistert, wie sein Job als CEO des kryptofreundlichen Zahlungsanbieters Square sowie sein Investment in das Start-up Lightning Labs, welches sich auf die Entwicklung des Lightning Networks spezialisiert hat, deutlich zeigen. Wir sind gespannt, welche Online-Plattformen und sozialen Netzwerke dem aufkommenden Trend zu Lightning Tips folgen werden.