Neues Gesetz – Kanadische Krypto-Unternehmen auf einer Stufe mit traditionellem Finanzsektor

Seit dem 1. Juni gelten Krypto-Unternehmen wie Börsen und Zahlungsdienstleister als Geldserviceunternehmen (Money Service Businesses, kurz MSB) nach kanadischem Recht. Somit genießen sie rechtlich ab sofort denselben Status wie Unternehmen aus dem traditionellen Finanzsektor.

Was sich für die Unternehmen und User ändert

Ab sofort müssen sich alle Krypto-Unternehmen bei der FINTRAC, der kanadischen Anti-Geldwäschebehörde registrieren. Außerdem müssen alle Transaktionen über 10.000 CAD (umgerechnet rund 6.600 EUR) gemeldet werden. Auch für KundInnen von Kryptounternehmen und Trader ändert sich einiges – um mehr als 1.000 CAD am Tag traden zu können, muss man seine Identität beim verwendeten Krypto-Unternehmen verifizieren lassen. Neben Name und Geburtsdatum sind unter anderem auch Kontaktdaten und der Beruf anzugeben.

Auch der CEO der kanadischen Börse BullBitcoin, Francis Pouliot, der als Mitglied der Bitcoin Foundation Canada in engem Kontakt mit den Behörden zu dieser Thematik stand, äußerte sich: „Ich war seit 2014 eng in den Prozess eingebunden und habe insbesondere mit dem Finanzministerium und FINTRAC zusammengearbeitet. Unsere Haltung hat sich nie geändert: Bitcoin ist Geld, es sollte wie anderes Geld reguliert werden, nicht mehr und nicht weniger “, fügte er hinzu.

Den vollständigen Gesetzestext kann man hier nachlesen: http://www.gazette.gc.ca/rp-pr/p2/2019/2019-07-10/html/sor-dors240-eng.html