Online-Plattform von Coinfinity und Bitcoinbon implementieren native SegWit-bech32-Adressen und verringern somit die Transaktionsgebühren für Kunden

Vor allem Ende des Jahres 2017 waren die Transaktionsgebühren im Bitcoin-Netzwerk besonders hoch, was einige Kritiker dazu veranlasste, Bitcoin abzuschreiben. Grund dafür war, dass das Bitcoin-Netzwerk lediglich eine begrenzte Transaktionskapazität hat und die Gebühren für Transaktionen durch Angebot und Nachfrage entstehen. Mit nativen SegWit-bech32-Adressen wird dieses Problem entschärft.

Coinfinity führt das neueste native Bitcoin-Adressformat bech32 auf der Online-Plattform coinfinity.co und auf bitcoinbon.at ein. Ein bedeutender Vorteil der bech32-Adressen sind die niedrigeren Transaktionsgebühren im Bitcoin-Netzwerk. In diesem Blogartikel möchten wir zeigen, mit welchen Wallets man das neue Adressformat bereits nutzen kann und wie die Installation funktioniert. Anfangen werden wir aber mit einer grundsätzlichen Einführung in die drei verschiedenen Adressformate.

  1. Legacy-Adresse

Beispiel: 1NDnJCFtCHfE9HkYxg7ccbvnxrQPnPP53t

Die Legacy-Adresse, die mit 1 beginnt, ist die normale Bitcoin-Adresse. Viele User kennen und benutzen noch die Legacy-Blockchain, die allerdings die SegWit-Vorteile nicht integriert hat.

    2. SegWit-P2SH-Adresse

Beispiel: 3BMEXvJkfscMM7T5687AMsAi9a6nzqmmM6

Die P2SH-Adresse (Pay-to-Script-Hash) wird von SegWit benutzt und beginnt mit der Ziffer 3. Sie nutzt zwar nicht alle Vorteile von SegWit, ist aber bereits in vielen Wallets verwendbar. Das Versenden auf dieses Adressformat ist von Börsen und Wallets möglich, selbst wenn diese das Legacy-Adressformat benutzen.

     3. Native SegWit-Adresse bech32

Beispiel: bc1qw508d6qejxtdg4y5r3zarvary0c5xw7kv8f3t4

Die letzten beiden Adressformate bieten die Vorteile von SegWit. Mit SegWit wird, vereinfacht gesagt, die Signatur des Senders aus der Bitcoin-Transaktionsdatei ausgelagert. Durch die Auslagerung dieser Signatur wird die Blockgröße effizienter verwendet. Damit passen nun in einen Block mehr Transaktionen hinein als zuvor, da die Signatur-Daten nur teilweise der Blockgröße angerechnet werden. Somit werden die Transaktionsgebühren deutlich verringert.

Das neue native Adressformat bech32 ist das Fortschrittlichste der drei Formate. Allerdings ist bech32 noch nicht mit allen Wallets und Börsen kompatibel. Electrum, Bitcoin Core Wallet und Anycoin Direct haben bech32 schon implementiert. Dadurch ist eine noch geringere Transaktionsgebühr möglich als bei P2SH- zu P2SH-Adressen.

Alle Adressformate sind untereinander kompatibel, es kommt lediglich darauf an, ob die eigene Wallet dies auch unterstützt (z.B. Mycelium, BRD-Wallet und Samourai für Android unterstützen alle 3 Formate). Im Nachfolgenden möchten wir am Beispiel der BRD-Wallet erklären, wie die Erstellung einer bech32-Adresse in einer kompatiblen Wallet funktioniert.

Anleitung am Beispiel der BRD-Wallet

Zuerst benötigt man, wie bereits erwähnt, eine bech32-fähige Wallet. In diesem Beispiel verwenden wir die BRD-Wallet, die man in diesem Kontext sehr einfach verwenden kann. Nach der standardmäßigen Einrichtung der Wallet tippt man im Startbereich auf Menü > Einstellungen > Bitcoin-Einstellungen > SegWit aktivieren. Anschließend müssen lediglich noch die Bedingungen akzeptiert werden. Damit ist SegWit in der BRD-Wallet aktiviert. Dabei muss beachtet werden, dass man dies nicht mehr rückgängig machen kann. In der Bitcoin-Wallet findet man nun unter „Erhalten“ eine bc1-Adresse, nämlich eine wie oben bereits erwähnte native SegWit-Adresse bech32. Anschließend muss man wie gewohnt die Bitcoin-Adresse anhand eines QR-Codes kopieren und kann diese auf bitcoinbon.at oder auch coinfinity.co einfügen.