Bitcoin is Heart Money – Nicole Nowak über Rationalität, Intuition und Freiheit

Nicole Nowak kommt nicht aus der klassischen Bitcoin-Influencer-Welt. Ihr Hintergrund liegt in Wirtschaftsmathematik, Datenanalyse und einem beruflichen Umfeld, in dem Zahlen, Modelle und logisches Denken den Ton angeben. Und das macht ihren Zugang zu Bitcoin so spannend. Ein Interview über Rationalität und Intuition, über Hoffnung in unsicheren Zeiten – und über Bitcoin als Werkzeug für ein erfüllteres Leben.

Über Nicole Nowak

"Ich heiße Nicole und habe viele Jahre als Mathematikerin und Analystin in ganz unterschiedlichen Branchen gearbeitet – von der IT-Beratung über die kreative Medienwelt bis hin zum Versicherungskonzern. 2025 habe ich diesen Karriereweg bewusst hinter mir gelassen, um meiner größten Leidenschaft zu folgen und sie zum Beruf zu machen: der Bitcoin-Bildung.

Heute hoste ich zwei Formate, mit denen ich Menschen den Zugang zu Bitcoin erleichtern möchte. In meinem Podcast „Bitcoin kurz erklärt“ richte ich mich an absolute Einsteigerinnen und Einsteiger, die wenig Zeit haben und ohne Vorwissen starten. Auf meinem YouTube-Kanal „Heart Money“ spreche ich jede Woche über Bitcoin, Gesellschaft und die Themen, die mich bewegen.

Darüber hinaus bin ich als Speakerin auf Bitcoin-Konferenzen und Events unterwegs, engagiere mich bei „Les Femmes Orange“ – Bitcoin-Bildung von Frauen für Frauen – und begleite Menschen als Bitcoin-Coach, wenn sie auf ihrem Weg eine klare und verständliche Abkürzung suchen.

Selten hatte ich das Gefühl, etwas Sinnvolleres zu tun, als meine Zeit und Energie in Bitcoin-Bildung zu investieren. Bitcoin bringt unglaublich viele ambitionierte, interessante und optimistische Menschen in mein Leben – und das empfinde ich als große Bereicherung, fast schon als Geschenk."

Meine Links

linktr.ee/nicolen8wak

Fragen und Antworten

Du kommst aus Wirtschaftsmathematik und Datenanalyse. Was war der entscheidende Bruchpunkt, an dem du gemerkt hast: Bitcoin ist nicht nur ein Asset, sondern verändert mein Verständnis von Geld und Leben?

Bitcoin kam in einer Phase in mein Leben, in der mir die Missstände in dieser Welt schon sehr bewusst waren: die riesige Schere zwischen Arm und Reich, die immer schneller steigenden Mietpreise in München, meiner damaligen Wahlheimat, und all die fehlgeleiteten Anreize in Wirtschaft, Politik und Unternehmen. Ich dachte lange: Die Welt ist ein ungerechter Ort – und so ist das eben.

Als ich 2021 „Der Bitcoin-Standard“ gelesen habe, war das für mich wie ein Erweckungsmoment. Plötzlich wurde mir klar, dass das Geld, das wir so selbstverständlich jeden Tag benutzen, der Kern vieler Probleme auf dieser Welt ist. Und zugleich wurde mir bewusst: Mit Bitcoin gibt es eine echte Alternative.

Ab da war alles anders. Ich wollte so viel wie möglich über Bitcoin lernen und verstehen. Bitcoin war für mich von diesem Moment an nicht mehr nur „komisches Internet-Geld“, sondern etwas, das mein Verständnis von Geld, von unserer Welt und letztlich auch vom Leben selbst verändert hat.

„Heart Money“ verbindet Rationalität und Intuition. Was bedeutet dieser Begriff für dich konkret?

„Heart Money“ ist für mich ein Wortspiel, in dem zwei Seiten von Bitcoin zusammenfinden: „hartes“, absolut begrenztes Geld – und zugleich etwas, das wie ein Herzöffner wirken kann, also gewissermaßen „Geld des Herzens“.

Man kann sich Bitcoin auf ganz unterschiedliche Weise nähern. Man kann es rational-analytisch betrachten und von seiner technologischen Eleganz begeistert sein: von der Klarheit des Designs, von der Präzision, mit der die einzelnen Elemente wie Puzzleteile zusammenspielen. Kein Baustein ist beliebig. Vor allem aber ist es Satoshi Nakamoto mit Bitcoin gelungen, echte digitale Knappheit zu erschaffen – ein Meilenstein in der Informatik.

Das allein macht Bitcoin zu einer Erfindung von historischer Tragweite.

Gleichzeitig erlebe ich immer wieder, dass die Beschäftigung mit Bitcoin nicht nur den logischen Verstand anspricht, sondern auch etwas im Inneren der Menschen in Bewegung bringt. Viele beginnen, ihrer Intuition wieder mehr zu vertrauen. Sie gewinnen Mut und erlauben sich wieder, größer zu denken und zu träumen.

Das überrascht mich nicht: Wer ständig gezwungen ist, mehr Geld zu verdienen, nur um den eigenen Lebensstandard halten zu können, lebt unter Druck und bleibt im Hamsterrad gefangen. Erst die Aussicht, diesem Kreislauf zu entkommen, schafft den inneren Raum, dem eigenen Herzen zu folgen. So war es zumindest bei mir.

Bitcoin is Heart Money.

Viele Menschen sehen Bitcoin heute vor allem durch ETFs und Preisentwicklung. Was geht dabei aus deiner Sicht am eigentlichen Kern von Bitcoin verloren?

Ich halte den Bitcoin-Preis für wichtig. Auf lange Sicht gibt es für mich keine ehrlichere Kennzahl, um zu prüfen, ob sich die Thesen der Bitcoiner bestätigen oder nicht. Wenn der Bitcoin-Preis nie wieder steigen würde – wovon ich nicht ausgehe –, dann könnte sich Bitcoin aus meiner Sicht auch als Idee nicht durchsetzen.

Wenn man sich aber nur auf den Preis konzentriert, kann man etwas Wesentliches schnell vergessen: Es geht am Ende nicht um Bitcoin an sich. Es geht um Freiheit, um Unabhängigkeit und um die Chance auf ein gutes, erfülltes Leben – für alle. Bitcoin ist ein essenzielles Werkzeug auf diesem Weg, aber nicht das eigentliche Ziel.

Du hast dich auch mit Themen wie Self-Custody, Privatsphäre und digitaler Souveränität beschäftigt. Warum sind diese Fragen für normale Menschen wichtiger, als viele zunächst denken?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass die Zukunft in etwa so aussehen wird wie die letzten Jahrzehnte. Wenn man sich jedoch mit der Geschichte von Dynastien, Staaten, Krieg und Frieden beschäftigt, wird schnell deutlich, dass bestimmte Muster in Zyklen wiederkehren – oft über Zeiträume hinweg, die weit über ein einzelnes Menschenleben hinausgehen. Ray Dalio beschreibt das in seinem Buch „Weltordnung im Wandel“ sehr anschaulich.

Weltweit befinden wir uns gerade in einer Phase, in der das Vertrauen in Institutionen zunehmend schwindet. Gleichzeitig sorgen gigantische Schuldenstände, der demografische Wandel und technologische Entwicklungen wie KI dafür, dass sich die Spielregeln weltweit spürbar verändern.

Darauf zu hoffen, dass offizielle Entscheidungsträger langfristig gute und wünschenswerte Entscheidungen treffen, halte ich heute für riskant. Umso wichtiger wird es, das eigene Vermögen und die persönlichen Zukunftspläne so zu schützen und zu gestalten, dass die Abhängigkeit von äußeren Faktoren – von Staaten und Institutionen – möglichst gering bleibt.

Die Geschichte hat uns leider immer wieder gezeigt: Keine Weltordnung bleibt für immer.

Welches Problem des Fiat-Systems wird gesellschaftlich am meisten unterschätzt?

Die meisten Menschen wissen schlichtweg nicht, was sie nicht wissen. Dass der Euro, der Dollar oder der Schweizer Franken keine natürlichen Gegebenheiten sind, sondern menschengemachte Konstrukte, ist den wenigsten wirklich bewusst.

Wie kommt Geld in die Welt? Welche Eigenschaften sollte gutes Geld haben, damit es den Menschen dient und nicht schadet?

Das sind Fragen, die sich die meisten nie stellen. Die eigentliche Frage ist also nicht: „Welche Probleme werden am Fiat-System unterschätzt?“, sondern vielmehr: „Wie bewusst ist uns eigentlich, was Geld ist und wie es funktioniert?“

Erst wenn ein grundlegendes Verständnis für Geld entsteht, kann auch das Bewusstsein für die Relevanz – und vielleicht sogar für die Schönheit – von Bitcoin wachsen.

Du beschäftigst dich auch mit KI, Arbeit und Zukunft. Welche Rolle kann Bitcoin in einer Welt spielen, in der der Zusammenhang zwischen Arbeit und Einkommen unsicherer wird?

Ich habe im Konzern selbst erlebt, wie schnell sich Künstliche Intelligenz in Unternehmen durchsetzt. Entscheidungsträger wissen sehr genau, welches Einsparpotenzial darin steckt. Deshalb halte ich die Sichtweise im DACH-Raum auf KI für zu kurz gedacht. Aus meiner Sicht wird es keine fünf Jahre dauern, bis sich unsere Arbeitswelt durch KI grundlegend verändert.

In den USA wird dieses Thema deutlich größer und offener diskutiert. Tech-Unternehmer wie Jordi Visser sehen bereits erste Anzeichen dafür, dass sich Kapital zunehmend von Arbeit entkoppelt – und dass wirtschaftliches Wachstum nicht mehr automatisch bedeutet, dass auch mehr Jobs entstehen.

Wie Unternehmen, Staaten und letztlich ganze Gesellschaften mit dieser Entwicklung umgehen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Verhandlungssache. Die Gefahr ist groß, dass dabei viele Arbeitnehmer den Kürzeren ziehen werden. 

Und deshalb wird es immer wichtiger, sich unabhängiger aufzustellen und den eigenen Wohlstand möglichst robust abzusichern. Begrenzte, nicht beliebig vermehrbare Güter wie Bitcoin spielen dabei eine zentrale Rolle – das ist zumindest meine persönliche These.

Was machen viele Bitcoin-Kommunikatoren falsch, wenn sie neue Menschen erreichen wollen?

Ich denke, wie bei allen neuen Themen ist Empathie das Wichtigste. Wer sich wirklich in die Lage eines absoluten Anfängers hineinversetzen kann, wird eine ganz andere Sprache wählen als jemand, der aus lauter Euphorie vor allem zeigen möchte, wie genial Bitcoin ist.

Dabei kann es sehr helfen, sich des eigenen Egos bewusst zu werden. Wenn man neue Menschen erreichen möchte, ist es oft nicht hilfreich, alles Komplizierte zu erzählen, das man selbst schon weiß. Sich selbst zurückzunehmen und sich auf das zu konzentrieren, was wesentlich und für das Gegenüber wirklich hilfreich ist, kann den entscheidenden Unterschied machen.

Was hat Bitcoin in deinem eigenen Leben verbessert – und was hat es unbequemer gemacht?

Auch wenn Bitcoin nicht von heute auf morgen alles besser macht, hat es mir etwas gegeben, das ich vorher gar nicht mehr hatte: große Hoffnung für die Zukunft der Menschheit. Vor Bitcoin war mir dieses Gefühl völlig fremd.

Außerdem sind durch Bitcoin so viele smarte, interessierte und optimistische Menschen in mein Leben gekommen, dass ich mein Glück manchmal kaum fassen kann. Neben der Aussicht auf finanzielle Unabhängigkeit sind es vor allem diese Begegnungen, die mein Leben bereichern.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: Mein altes Umfeld versteht oder teilt meine Interessen oft nicht. Das hat auch zu Streit, Umbrüchen und Trennungen geführt. Trotzdem möchte ich keine einzige Erkenntnis missen, die mir Bitcoin und die Community gebracht haben.

Bitcoin hat mein Leben komplexer gemacht – aber auch deutlich reicher und erfüllter.

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